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Verlorene Zeit

Produktivitätskiller E-Mail

04. Juli 2013, 11:51 Uhr   |  Martin Fryba

Produktivitätskiller E-Mail

Denny Reimer: Schluss mit Chaos in der E-Mailbox (Foto: CRN).

Die E-Mail hat der Teufel erfunden, damit die digitale Menschheit ewig auf der Stelle tritt. Eine Potsdamer Softwareschmiede pfuscht ihm dabei gehörig ins Handwerk.

Nichts hasst Markus Pinger so sehr wie langatmige Geschwätzigkeit, die zu allem Überfluss auch noch elektronisch daherkommt. Der Vorstandschef beim Pharmagroßhändler Celesio verschickt seine Direktiven freilich per Rundmail, was ihn aber nicht daran hindert, unmissverständlich die Geißel der modernen Kommunikation zu benennen: »Do not E-Mail, Do not E-Mail«. So überschrieb das »Manager Magazin« ein Psychogramm über den 50-Jährigen, der E-Mails schlicht für ein Werk des Teufels hält. Man muss diesen bisweilen im rüden Ton sprechenden Betriebswirt nicht sympathisch finden. Aber nur die wenigsten Spitzenkräfte haben ein Problem erkannt, unter dem fast jeder Büroangestellte immer mehr leidet: Die erdrückende Flut an E-Mails, die Zeit raubt, Arbeitskraft verschlingt und Produktivität kostet.

Trotz moderner Dokumentenmanagement-Systeme und visionärer Konzepte zum Arbeitsplatz der Zukunft haben es Data-Capture und Workflow-Lösungen bislang nicht geschafft, Angestellten ein strukturiertes, weitgehend automatisiertes, benutzerfreundliches und effizientes Management von Informationen zu ermöglichen. Wir können heute in jeder Sekunde unvorstellbar große Datenmengen in weltweit verteilen Rechenzentren speichern, archivieren und daraus jederzeit auf Kopfdruck große Trends ableiten. Die tägliche Suche nach wichtigen Informationen in den persönlichen Mailboxen eines jeden Angestellten, das Selektieren relevanter Mails, das Bereinigen überlaufender Accounts, dauert immer noch Stunden. Das wichtigste Kommunikationsmittel unserer smarten Digitalwelt harrt noch einer Lösung für intelligentes E-Mail-Management. In Berlin hat nun ein Startup dem Produktivitätskiller E-Mail den Kampf angesagt.

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2. Missionierung bei Kapital und Entscheidern

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