Schwerpunkte

Gaming-Festival am 25. und 26. Juli 2020

»Pokémon Go«-findet digital statt

15. Juni 2020, 15:43 Uhr   |  Andrej Sokolow, dpa | Kommentar(e)

»Pokémon Go«-findet digital statt
© Pokemon Go

Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Gaming-Festival »Pokémon Go« diesen Juli digital stattfinden. Die Entwicklerfirma Niantic plant in den nächsten Jahren die Veröffentlichtung weiterer ähnlich aufgebauter Spiele.

Das »Go Fest«-Event im populären Smartphone-Spiel »Pokémon Go«, für das sich sonst Zehntausende Spieler an einem Ort versammeln, wird in diesem Jahr wegen der Corona-Gefahr digital stattfinden. Während die Zahl der verkauften Karten sonst von dem Fassungsvermögen lokaler Parks abhing, wird diesmal jeder ein Ticket kaufen können.

Das Event wird am 25. und 26. Juli jeweils von 10.00 bis 20.00 Uhr Ortszeit laufen, wie die Entwicklerfirma Niantic am Montag mitteilte. Die Tickets kosten 16,99 Euro für beide Tage. Bei den »Go Fests« gibt es traditionell besondere Pokémon zu fangen. Im vergangenen Jahr gab es die Sommer-Events unter anderem in Chicago und Dortmund. Sie kosteten 25 Euro pro Tag. Diesmal sind allerdings auch die Kosten von Niantic deutlich geringer, weil keine Ausgaben vor Ort anfallen. Die Firma will aus den »Go Fest«-Einnahmen mindestens fünf Millionen Dollar zur Unterstützung der afroamerikanischen Community spenden.

Bei »Pokémon Go« tauchen Figuren aus den Pokémon-Games auf dem Smartphone-Bildschirm in der realen Umgebung auf. Das Spiel ist nach dem Start im Sommer 2016 zu einem weltweiten Phänomen geworden. Während der große Hype im ersten Jahr nachließ, gibt es immer noch eine große Gemeinde aktiver Spieler.

Niantic will diese Reichweite zur Unterstützung kleiner Geschäfte in der Corona-Krise nutzen. Spieler können ihre Lieblingsorte - zum Beispiel Cafés oder Buchläden - vorschlagen. Zunächst 1.000 Geschäfte werden dann für ein Jahr in die Pokémon-Karte integriert und bekommen die Möglichkeit, Spieler mit Werbe-Events anzulocken. Die Aktion ist allerdings zum Start auf die USA, Kanada, Japan, Großbritannien und Mexiko beschränkt.

Niantic selbst finanziert sich durch den Verkauf digitaler Artikel und zusätzlicher Kapazitäten in seinen Spielen. Dieses Geschäft sei in der Corona-Krise zunächst zurückgegangen, erhole sich inzwischen aber wieder, sagte Niantic-Chef John Hanke.

Niantic baute eine Plattform für die Verknüpfung digitaler Artikel und Ereignisse mit der realen Umgebung auf - und will auf dieser Basis in den kommenden fünf Jahren mehr als zehn neue Spiele und digitale Erlebnisse veröffentlichen. Nach »Pokémon Go» brachte Niantic das Spiel »Wizards Unite« heraus, in dem Gegenstände und Figuren aus der Harry-Potter-Welt auftauchen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Electronic Arts und Activision Blizzard rechnen mit Aufschwung
Logitech G915 TKL
Zynga kauft Peak
Wenn der Sim plötzlich Feuer brunzt
Playstation 5 und Xbox Series X im Vergleich

Verwandte Artikel

dpa