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Otto Group: Weniger Gewinn erwartet

27. Mai 2020, 14:47 Uhr   |  Anne Pollmann, dpa | Kommentar(e)

Otto Group: Weniger Gewinn erwartet

Das letzte Geschäftsjahr war für den Onlinehändler Otto ein ertragreiches. Die Corona-Krise und damit einhergende Nachfrageeinbrüche wirken sich aber auch auf den führenden Player im Markt aus: Für das laufende Jahr wird mit weniger Gewinn gerechnet.

Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group rechnet wegen der Corona-Krise mit Ertragseinbußen. In dem Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 waren Umsatz und Gewinn noch kräftig gestiegen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstandschef Alexander Birken zwar mit weiterem Zuwachs beim Umsatz - aber mit einem rückläufigen Gewinn. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Hamburg mit. Für das laufende Geschäftsjahr verkündete der Konzern außerdem einen Teilverkauf des Paketdienstleisters Hermes.

Die historisch schlechte Konsumstimmung »wird zu einem bereits erkennbaren Rückgang der Nachfrage insbesondere von Textilien und einem generell steigenden Preiswettbewerb führen«, sagte Birken. »Gemeinsam mit den erhöhten Aufwänden für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen wird dies die Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr belasten.« Eine konkrete Prognose wollte Birken nicht abgeben. Man sei bei der Otto Group aber »respektvoll optimistisch«.

2019/2020 kletterte der Umsatz um 4,8 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro; im Onlinegeschäft konnte der Versandhändler sogar um 6,2 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro zulegen. Der Jahresüberschuss stieg von 177 auf 214 Millionen Euro.

Doch mit der Corona-Krise träten diese sehr guten Zahlen in den Hintergrund, sagte Birken. Derzeit seien alle Investitionen und Ausgaben auf dem Prüfstand, stellenweise seien Einstellungsstopps verhängt worden, hieß es. Die Familiengesellschafter hätten angekündigt, bis auf Weiteres auf Ausschüttungen zu verzichten. Verbraucher könnten sich wegen des Nachfrageeinbruchs auf deutliche Rabatte auf Textilien in den nächsten Monaten einstellen.

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