Schwerpunkte

Produktionsrückgang in der Industrie

Nur schwaches Wirtschaftswachstum in Euro-Ländern

03. Februar 2020, 13:27 Uhr   |  Jürgen Sabel, dpa-AFX

Nur schwaches Wirtschaftswachstum in Euro-Ländern
© Etienne Ansotte, Europäische Union

Die Wirtschaft in der Eurozone ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr nur schwach gewachsen. Handelskonflikte und der Strukturwandel in der Automobilbranche machten der europäischen Industrie zu schaffen.

Die Wirtschaft der Eurozone ist 2019 vergleichsweise schwach gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im vergangenen Jahr nur noch um 1,2 Prozent gegenüber 2018 zugelegt, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mitteilte. 2018 hatte das Wachstum noch bei 1,9 Prozent gelegen.

Im vierten Quartal 2019 hat die Wirtschaft demnach um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. »Das Wirtschaftswachstum im Euroraum ist zum Jahresende weitgehend zum Erliegen gekommen«, kommentierte Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. Gebremst werde die Wirtschaft durch den erneuten Produktionsrückgang in der Industrie.

Die Industrie litt zuletzt vor allem unter den Handelskonflikten und dem Strukturwandel in der Automobilbranche. Aktuell kommt mit dem Coronavirus laut Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, noch ein weiterer temporärer Belastungsfaktor hinzu.

Belastet wurde das Wachstum im Euroraum vor allem durch die schwache Entwicklung in Frankreich und Italien. Für Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, wurden von Eurostat noch keine Daten veröffentlicht.

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