Schwerpunkte

Fahrdienst will Uber Konkurrenz machen

MyTaxi benennt sich in »Free Now« um

03. Juli 2019, 07:20 Uhr   |  Lars Bube

MyTaxi benennt sich in »Free Now« um
© Free Now / Raetzke

Mit den Automobilkonzernen Daimler und BMW im Rücken will MyTaxi sich der internationalen Konkurrenz in den Weg stellen, die auch in Deutschland mit Mitwagendiensten immer mehr Kunden findet. Dazu muss ein neuer Name für die Mobilitäts-App her.

Der Taxi-Vermittler MyTaxi tritt künftig mit einem erweiterten Mobilitätsangebot und unter dem neuen Namen »Free Now« gegen private Fahrdienste wie Uber an. Im ersten Schritt bietet Free Now in Deutschland von Ende Juli an neben Taxis auch Mietwagen mit Fahrer als neue Buchungsoption an, kündigte Alexander Mönch, Deutschland-Chef von Free Now, am Dienstag in Berlin an.

Der neue Dienst startet zunächst in Hamburg, danach sollen Berlin und Frankfurt bis Ende August folgen. Bis zum Jahresende sollen die Mietwagenflotten in sechs deutschen Städten verfügbar sein. Zu dem Mobilitätsangebot gehört auch die E-Scooter Marke hive, die in den kommenden Monaten in die App integriert wird. Die Roller sind bereits in Portugal, Polen und Österreich unterwegs.

Mönch räumte ein, dass die Aktivitäten von Free Now vom herkömmlichen Taxigewerbe misstrauisch beäugt werden. »Taxifahrer kommen hoch-emotional auf uns zu. Und wir erklären dann, was wir unternehmen müssen, damit uns die Fälle nicht davon schwimmen.« Free Now werde den Taxis nicht den Rücken kehren, sondern sich für eine Modernisierung stark machen. »Taxi ist in unserer DNA.«

Mit dem Taxi alleine könne der Vormarsch von Uber und anderen Konkurrenten aber nicht aufgehalten werden, da immer mehr Kunden private Fahrdienste nutzten, sagte Mönch. Er machte sich für eine Neuregulierung der Branche stark. Darunter falle die Streichung der Rückkehrpflicht zum Heimatstandort für Mietwagen und flexiblere Taxi-Tarife mit Unter- und Obergrenzen. »Wir müssen das Beste aus beiden Welten zusammenführen.«

Seite 1 von 2

1. MyTaxi benennt sich in »Free Now« um
2. »Nur ein Uber-Imitat«

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

dpa

Mobility

Apps