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Recht auf Homeoffice

»Müssen die Beteiligten unter sich ausmachen«

11. Mai 2020, 13:34 Uhr   |  Stefan Heinemeyer, dpa

»Müssen die Beteiligten unter sich ausmachen«
© dima_sidelnikov - AdobeStock

Die Mittelstands-Union in der CSU spricht sich gegen das Recht auf Homeoffice aus.

In der CSU gibt es massive Vorbehalte gegen das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geforderte Recht auf Arbeit von zu Hause. Die Mittelstands-Union in der CSU lehnt eine gesetzliche Verankerung ab, dies sei ein erheblicher Eingriff in die unternehmerische Freiheit und in das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, teilte der Landesvorstand am Freitag einen entsprechenden Beschluss in München mit.

»Wir müssen den Unternehmen jetzt größtmögliche Freiheit bieten, wie sie die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie überstehen können und sie dort, wo wir es können, bestmöglich unterstützen«, sagte der bayerische Landesvorsitzende der Mittelstands-Union, Franz Josef Pschierer (CSU). In den vergangenen Wochen hätten viele Betriebe das Arbeiten von zuhause realisiert, sofern es möglich sei.

»Die Vorteile, welche das Arbeiten von zuhause mit sich bringen kann, werden sicherlich künftig verstärkt genutzt. Das sollte aber immer noch im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgewogen und beschlossen werden«, sagte Pschierer. Wie die Arbeit gestaltet werde, müssten die Beteiligten aber immer noch unter sich ausmachen.

Heil hatte kürzlich erklärt, er arbeite an einem Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, welches er bis Herbst vorlegen werde (CRN berichtete). Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulasse, soll dann im Homeoffice arbeiten können - auch wenn die Pandemie vorbei sei.

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