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Aus für »Registered Refurbisher«

Microsoft streicht Refurbisher-Programm zusammen

07. Juli 2020, 16:57 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Microsoft streicht Refurbisher-Programm zusammen
© gesrey - AdobeStock

Zum Herbst stellt Microsoft sein Refurbisher-Programm neu auf und schafft damit einhergehend die am weitesten verbreitete Partnerstufe der »Registered Refurbisher« komplett ab. Für viele Betroffene kam die Information dazu reichlich kurzfristig.

Als Microsoft 2007 in den USA sein Partnerprogramm für Refurbisher ins Leben rief, standen vor allem Bildungseinrichtungen, Behörden und gemeinnützige Organisationen in dessen Fokus. Sie alle hatten bis dahin vor dem Dilemma gestanden, dass eigentlich günstige gebrauchte Rechner durch den notwendigen Zukauf entsprechender Windows-Lizenzen unverhältnismäßig verteuert wurden. Also konnten sie entweder nur deutlich weniger Geräte erwerben als gewünscht, oder aber sie nutzten diverse illegale Wege, um an funktionierende Betriebssysteme für die PCs zu kommen. Mit dem neuen Programm und den zugehörigen vergünstigten Lizenzen konnten die Refurbisher ihnen und anderen Kunden nun jedoch gebrauchte Hardware mit vorinstalliertem Windows zu vernünftigen Preisen anbieten.

Seither ist der Markt für gebrauchte Hardware um ein vielfaches gewachsen und mit ihm auch die zugehörige Partnerlandschaft. Mehr als 3.000 Refurbisher-Partner gibt es inzwischen weltweit, bei den meisten von ihnen handelt es sich um »Registered Refurbisher« (RRP), die vorwiegend Geräte mit gemeinnützigen oder Education-Lizenzen an entsprechende Kunden verkaufen. Nur knapp 70 haben den mit deutlich mehr Anforderungen verbundenen Status als »Authorized Refurbisher« (MAR) inne und bedienen damit den Endkunden- und B2B-Markt. Das soll sich jedoch schon bald drastisch ändern. Wie Microsoft den Partnern im Juni überraschend per E-Mail mitteilte, wird das Refurbisher-Programm in seiner bisherigen Form diesen Herbst quasi eingestellt. Denn ab dem 1. Oktober wird die Stufe der Registered Refurbisher ersatzlos gestrichen.

Immerhin dürfen die betroffenen Händler und Systemhäuser dann noch bis Ende des Jahres Geräte mit ihren verbleibenden Lizenzen bespielen und diese Restbestände eine Zeit lang weiter verkaufen. Spätestens am 30. Juni 2021 ist dann aber auch damit Schluss.

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