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Microsoft schränkt Online-Dienste ein

26. März 2020, 10:06 Uhr   |  Daniel Dubsky | Kommentar(e)

Microsoft schränkt Online-Dienste ein
© dennizn - AdobeStock

Weil wegen der Corona-Krise viele Menschen von zu Hause arbeiten, erlebt Microsoft einen Ansturm auf Teams, Sharepoint und Co. Einige von deren Features werden nun ein wenig beschnitten, um das Datenaufkommen zu reduzieren.

Microsoft hat einige Funktionseinschränkungen für Microsoft 365 angekündigt, damit die in der Corona-Krise sehr stark genutzten Cloud-Dienste weiterhin zur Verfügung stehen. Bereits vorige Woche hatte es bei Teams einige Aussetzer gegeben, nachdem die Nutzerzahlen um mehr als ein Drittel auf 44 Millionen nach oben geschnellt waren. Daraufhin reduzierte Microsoft die Auflösung bei Videokonferenzen und verringerte auch die Frequenz von Statusabfragen, ob etwa ein Nutzer aktiv ist oder gerade etwas eintippt.

Im nächsten Schritt wird nun die OneNote-Integration in Teams beschnitten. Office-Dokumente können dort nur noch im Lesemodus geöffnet werden – zumindest von kommerziellen Nutzern, denn bei den Education-Lizenzen gibt es diese Einschränkung bislang nicht. Wer Dateien bearbeiten will, kann das in der Web-Version von OneNote tun.

Darüber hinaus wurden die Download-Größen und Synchronisationsintervalle für Dateianhänge angepasst und in Sharepoint die Auflösung beim Abspielen von Videos reduziert. Außerdem versucht Microsoft, bestimmte Arbeiten am Backend auf Zeiten zu verlegen, in denen in den betreffenden Regionen nicht gearbeitet wird, etwa in die Abendstunden oder auf das Wochenende. Dennoch kann es zu kleinere Verzögerungen kommen, etwa bis Dateien nach dem Upload online zur Verfügung stehen.

Im Videostreaming-Service Stream wird die Auflösung für neue Videos auf 720p begrenzt und die Timeline für neu hochgeladene Videos deaktiviert.

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