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Nach massiven weltweiten Partnerprotesten

Microsoft revidiert umstrittene IUR-Abschaffung

12. Juli 2019, 20:31 Uhr   |  Martin Fryba

Microsoft revidiert umstrittene IUR-Abschaffung
© Microsoft

Alles bleibt, wie es ist, sagt Microsofts Channel-Chefin Gavriella Schuster

Kehrtwende um 180 Grad: Microsoft-Partner erhalten auch nächstes Jahr im Rahmen von Abos weiter bevorzugt Lizenzen zum Eigengebrauch. Microsoft kippte die Streichung der IUR, diese hätte Partner mit Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro belastet.

Kurz vor Beginn der Messe Inspire von Microsoft ab Montag in Las Vegas rückt Microsoft von Plänen ab, im kommenden Jahr die Internal User Rights (IUR) für eine ganze Reihe von Lizenzen, die Partner zum Eigengebrauch zu vergünstigten Preisen im Rahmen eines Abos erwerben, abzuschaffen. Die Änderungen werden nicht kommen, es bleibt alles wie es ist.

»Aufgrund Ihrer Rückmeldungen haben wir beschlossen, alle geplanten Änderungen in Bezug auf interne Nutzungsrechte und Kompetenzzeitpläne, die Anfang dieses Monats angekündigt wurden, zurückzunehmen. Das bedeutet, dass Sie im kommenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen erleben werden und dass Sie nicht, wie angekündigt, im Juli nächsten Jahres mit reduzierten IUR-Lizenzen oder erhöhten Kosten rechnen müssen«, kündigte Channel-Chefin Gavriella Schuster in einem Blog-Post an die Partner an.

Hätte die Änderung gegriffen, wären Partner mit hohen Kosten belastet worden. Selbst kleinere Häuser hätten mit Mehrkosten von bis zu 20.000 Euro rechnen müssen, wenn sie die Lizenzen zum Eigengebrauch regulär hätten erwerben wollen, wie es ihnen Microsoft empfohlen hatte. Microsoft ist einer der wenigen, wenn nicht der einzige Hersteller im ITK-Channel, der Partner mit einem jährlichen Beitrag zur Kasse bittet, wenn sie einen offiziellen Status beim Softwarehersteller haben wollen. Für viele Partner ist das IUR-Programm ein wichtiger Mehrwert, ohne den vergünstigten Bezug von Lizenzen für den internen Gebrauch hätte sich eine Partnerschaft mit Microsoft womöglich nicht gelohnt.

Damit reagiert Microsoft auf eine Welle der Entrüstung, wie CRN berichtet hatte. Zuletzt haben über 6.000 Betroffene eine entsprechende Petition auf Change.org unterzeichnet, um Microsoft zu einer Rücknahme der umstrittenen Pläne aufzufordern. Diese Kritik hat sich der Hersteller zu Herzen genommen. Wohl auch deswegen, damit dieses leidige Thema die Inspire kommende Woche nicht überschattet.

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