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Online-Umfrage zur Kassenbonpflicht

Mehrheit der Verbraucher lehnt Bonpflicht ab

06. Februar 2020, 13:55 Uhr   |  Alexander Sturm, dpa

Mehrheit der Verbraucher lehnt Bonpflicht ab
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Seit Beginn des Jahres müssen Händler ihren Kunden bei jedem Kauf einen Beleg aushändigen. Was die Verbraucher dazu sagen, klärt jetzt eine Online-Umfrage.

Die neue Kassenbonpflicht in Deutschland ist bei den Verbrauchern hoch umstritten. So lehnt eine knappe Mehrheit der Menschen die Vorschrift ab, doch immerhin gut ein Drittel befürwortet sie auch - vor allem, weil sie Steuerhinterziehung im Handel erschwere. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Marktforschers YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur, an der 2.071 Menschen teilnahmen. Zugleich können sich nur wenige für elektronische Belege per Mail erwärmen.

Konkret lehnen demnach 56 Prozent der Befragten die seit Jahresanfang geltende Bonpflicht ab. 32 Prozent sprechen sich dafür aus. Der Grund für die Regelung - ein effizienterer Kampf gegen Steuerhinterziehung - ist fast drei Vierteln (72 Prozent) bekannt.

Verbraucher lehnen die Bonpflicht vor allem deshalb ab, weil durch die Quittungen zusätzlicher Abfall entsteht (86 Prozent). Viele Bürgerinnen und Bürger (64 Prozent) glauben zudem, dass die verpflichtende Belegausgabe keine Steuerhinterziehung im großen Stil verhindern kann. Rund 40 Prozent der Bonpflicht-Kritiker gaben jeweils an, dass Händler wegen der Umstellung auf neue Kassen Kosten schultern müssten. Etwa genauso hoch war der Anteil derer, die die vielen Zettel im Portemonnaie nerven.

Unter den Befürwortern der Bonpflicht folgen viele quasi der Argumentation der Bundesregierung: Fast drei Viertel (74 Prozent) meinen, das Erschweren von Steuerhinterziehung durch die Bonpflicht wiege schwerer als Nachteile der Vorschrift wie mehr Müll. Auch nutzt gut jeder Dritte (35 Prozent) Kassenzettel für die persönliche Haushaltsführung.

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2. Alternativen zur Bonpflicht

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