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Mobile Geräte werden einbezogen

Mehr virtualisierte Desktops im deutschen Mittelstand

13. Februar 2012, 11:00 Uhr   |  Werner Fritsch | Kommentar(e)

Mehr virtualisierte Desktops im deutschen Mittelstand

Bild: Fotolia, Andreas Haertle

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland wollen in den kommenden Jahren die Client-Virtualisierung erweitern. Die Mitarbeiter sollen künftig flexibler und vor allem auch unterwegs mit ihrem vertrauten Desktop arbeiten können, hat das Marktforschungshaus PAC herausgefunden.

Die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) sehen die Arbeitsformen im Mittelstand vor einem tiefgreifenden Wandel. Kleine und mittlere Unternehmen schaffen einer Umfrage zufolge derzeit die technischen Grundlagen, um ihren Angestellten künftig mehr Wahlmöglichkeiten geben zu können, wo, wann und womit sie arbeiten. Das Marktforschungshaus PAC hat im Auftrag des IT-Dienstleisters Pironet NDH deutsche Mittelständler mit 100 bis 500 Bildschirmarbeitsplätzen zum Thema Desktop-Virtualisierung befragt. Interviewt wurden 114 Entscheider aus den Bereichen Geschäftsführung, Finanzwesen, Einkauf und IT-Leitung. Die Mehrheit der befragten Unternehmen plant demzufolge in den kommenden zwei bis drei Jahren, lokal betriebene PCs zu virtualisieren und die Verwaltung mehr als bisher an Dienstleister auszulagern. 63 Prozent der Befragten erwarten eine Zunahme des Virtualisierungsgrad bei den Clients in ihrem Unternehmen.

Als derzeit wichtigste neue Anforderung beim Betrieb von Desktop-Rechnern sehen 96 Prozent der mittelständischen Manager das wachsende Interesse, mobil zu arbeiten. Die Angestellten sollen künftig mit Laptop, Netbook, Tablet und Smartphone auch unterwegs möglichst ohne Einschränkungen auf die Unternehmens-IT zugreifen können. Zwei Drittel der Befragten suchen außerdem nach Möglichkeiten, private Endgeräte und Heimbüros besser in die Unternehmens-IT einzubinden. 84 Prozent der befragten Manager beschäftigen sich ferner mit der Frage, ob und wie die wachsenden Möglichkeiten und Wünsche mit der Compliance im Unternehmen vereinbar sind.

Desktop-Virtualisierung gilt als Schlüsseltechnologie, um diese Anforderungen umzusetzen. Die PAC-Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Unternehmen, die Desktop-Virtualisierung bereits implementiert haben, ihre Erwartungen hinsichtlich Flexibilität, Sicherheit und Verfügbarkeit als erfüllt ansieht. Die Firmen können sich dadurch im Hinblick auf Mobilität und Compliance ihrer Desktop-Landschaft verbessern.

Auch drei Viertel der Teilnehmer, die noch keine Erfahrung mit einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) haben, erwarten davon trotz zusätzlicher Möglichkeiten für die Benutzer Verbesserungen beim mobilen Arbeiten und der Einhaltung von Compliance-Vorgaben.

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1. Mehr virtualisierte Desktops im deutschen Mittelstand
2. Komplexität fördert Outsourcing

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