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Krise als Chance für die digitale Transformation

26. März 2020, 05:30 Uhr   |  Peter Zschunke, dpa

Krise als Chance für die digitale Transformation
© metamorworks - AdobeStock

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin fordert Unternehmer auf, die derzeitige Corona-Krise nicht nur als Bedrohung wahrzunehmen, sondern die Chance zu nutzen, um die längst überfällige digitale Transformation voranzutreiben.

Als Folge der Corona-Krise erwartet der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin neue Impulse für die Digitalisierung von Unternehmen. So bitter die akuten wirtschaftlichen Folgen für viele Betriebe jetzt auch seien, könne in der Krise auch eine Chance liegen, sagte Höferlin der Deutschen Presse-Agentur. »Solange die Auftragsbücher voll sind, haben viele Unternehmen oft keine Gelegenheit für Veränderungen. Daher ist gerade jetzt die Zeit, um die digitale Transformation voranzubringen.«

Wer sein Unternehmen rechtzeitig auf digitale Abläufe umgestellt habe, könne auch in der Corona-Krise flexibler agieren, sagte Höferlin. Sie könnten etwa Dienstleistungen erbringen, obwohl sie kein Büro hätten, das besetzt sei. »Wer schon viel digital transformiert hat, ist jetzt besser dran, und die anderen müssen nachziehen.«

Einen wichtigen Baustein in diesem Prozess könnten Blockchain-Technologien leisten, sagte der Abgeordnete. »Diese bieten die große Chance, dezentral und organisationsunabhängig Transaktionen jeglicher Art durchzuführen.«
Dienstleistungen oder Lieferungen könnten direkt mit Bezahlvorgängen verbunden werden - ohne eine hierarchische Steuereinheit und auch vollautomatisch programmierbar. »Ich bin ein großer Fan von Blockchain-Technologien», sagte Höferlin, der auch dem politischen Beirat des Blockchain Bundesverbands angehört. Man dürfe bei Blockchain nicht immer zuerst an die Kryptowährung Bitcoin denken - die Bandbreite sei viel größer.

Mit »Smart Contracts« könne die Erfüllung eines Vertrags automatisch angestoßen werden, sobald ein Bestandteil des Vertrags ausgeführt sei, erklärte Höferlin, der selbst als IT-Unternehmer in Rheinland-Pfalz tätig ist. Bei der Umsetzung im Mittelstand komme es entscheidend auf Netzwerke in Form sogenannter Hubs an, die Start-ups mit innovativen Blockchain-Anwendungen mit den Unternehmen zusammenbringen könnten. Hier gebe es in Mainz mit dem Hub der IHK Rheinhessen ein gutes Forum, bundesweit müsse aber noch mehr geschehen.

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