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Online-Unterricht in Bayern

Hacker legen Lernplattform Mebis lahm

16. März 2020, 11:22 Uhr   |  Martin Fryba (mit dpa-Material)

Hacker legen Lernplattform Mebis lahm
© Landesmedienzentrum Bayern

Derzeit wegen DoS-Attacke nicht erreichbar: Mebis, die Lernplattform für bayrische Schüler

Nach schul- jetzt auch unterrichtsfrei für viele bayerische Schüler. Wegen einer DoS-Attacke brechen die Server von Mebis zusammen. IT-Security ist die erste Lektion beim Online-Unterricht über das Internet.

Hacker haben am Montag die eigentlich für den Fernunterricht gedachte Online-Plattform Mebis lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden seien die Server einer Attacke ausgesetzt, twitterten die Seitenbetreiber. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe. Man arbeite daran, die Seite wieder zum Laufen zu bekommen, hieß es aus dem bayerischen Kultusministerium in München.


Während der Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie sollen die bayerischen Schüler in den kommenden Wochen von ihren Lehrern über Mebis mit Lernmaterial versorgt werden. Auch ein Archiv mit Prüfungsaufgaben, ein Informationsportal und rund 55.000 Medien können in dem virtuellen Klassenzimmer abgerufen werden.


Das Ministerium verwies auch auf das Schulfernsehen. Von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr sendet der Bildungskanal ARD-alpha ein Lernprogramm. Auch in der BR Mediathek des Bayerischen Rundfunks können Inhalte unter der Rubrik »Schule daheim - Online lernen« abgerufen werden - wie auf Mebis, wenn es denn funktioniert.


Eine einheitliche Plattform für Online-Lernen gibt es nicht. Jeder Schulträger, beziehungsweise Schule, entscheidet selbst über den Einsatz von Tools oder Lernprogrammen. Entscheidender ist aktuell vielmehr, ob Schulen technisch und ihre Lehrer didaktisch auf einen Fernunterricht vorbereitet sind.


CRN berichtete von einer Realschule bei München, deren Schüler bereits seit einer Woche reibungslos mit Microsoft Teams arbeiten. Andere Schulen in Bayern beginnen erst an diesem Montag, der erste Tag der durch die Corona-Krise erzwungenen landesweiten Schulschließung, einen Online-Unterricht auf die Beine zu stellen.


Dass dabei sowohl die IT-Sicherheit von Plattformen als auch der Security-Schutz privater Computer der Schüler vor Hackerangriffen sowie die Verwendung von sicheren starken Passwörtern die allerersten Voraussetzungen für reibungslosen Fernunterricht über das Internet sein müssen, ist die erste Lektion für alle Beteiligten.

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