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EU-Kommission stimmt zu

Grünes Licht für LinkedIn-Übernahme durch Microsoft

08. Dezember 2016, 13:44 Uhr   |  Andreas Dumont

Grünes Licht für LinkedIn-Übernahme durch Microsoft

Microsoft-CEO Satya Nadella steht zwischen LinkedIn-CEO Jeff Weiner (links) und Verwaltungsratchef Reid Hoffmann

Die Europäische Kommission hat dem Deal ihren Segen gegeben. Allerdings muss Microsoft mehrere Bedingungen erfüllen und sicherstellen, dass es weiterhin genug Konkurrenz in Europa gibt.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter erlauben Microsoft die bereits im Juni angekündigte Übernahme von LinkedIn (CRN berichtete), stellt aber eine Reihe von Bedingungen. Diese sollen gewährleisten, dass es auch künftig ausreichend Konkurrenz zwischen den Karriere-Netzwerken in Europa gibt. Zuvor hatten Regulierungsbehörden in den USA, Kanada, Brasilien und Südafrika dem geplanten Zusammenschluss bereits zugestimmt. Damit hat Microsoft alle wettbewerbsrechtlichen Hürden überwunden und will das Geschäft zeitnah zum Abschluss bringen.

»Mehr und mehr Europäer nutzen soziale Netzwerke für berufliche Belange«, kommentiert EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. »Der Beschluss stellt sicher, dass die Europäer weiterhin freie Wahl zwischen solchen Netzwerken haben.« In erster Linie verpflichtet sich Microsoft, mindestens über einen Zeitraum von fünf Jahren auch konkurrierende Soziale Business-Netzwerk zu unterstützen. Das Unternehmen hat außerdem zugesagt, dass Hersteller und Händler nicht gezwungen werden, LinkedIn in Windows zu installieren. Wenn das Betriebssystem vorinstalliert ist, müssen Nutzer LinkedIn entfernen können. Im Fall einer Integration von LinkedIn in Office müssen konkurrierende Anbieter von Business-Netzwerken die Möglichkeit haben, ihre Produkte kompatibel mit dem Microsoft-Office-Paket zu halten.Schließlich müssen andere Anbieter Zugang zum Softwareentwickler-Portal Microsoft Graph bekommen. Das Portal wird für die Entwicklung von Anwendungen und Diensten genutzt, die mit Zustimmung des Nutzers auf in der Microsoft-Cloud gespeicherte Daten zugreifen können. Entwickler könnten die Daten laut EU-Kommission nutzen, um neue Mitglieder für ihre Karriere-Netzwerke zu gewinnen.

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