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Grafikkarten im Praxistest

Grafikkarten unter 250 Euro im Test

18. Oktober 2010, 09:53 Uhr   |  

Grafikkarten unter 250 Euro im Test

Teuer muss nicht besser sein: Wer die richtige Grafikkarte wählt, kann Geld sparen und trotzdem auf seine Kosten kommen. Wir testen die wichtigsten Grafikkarten unter 250 Euro.

Kurz nach dem Release der GTX 465 folgt mit der GTX 460 das nächste Modell der Mittelklasse von Nvidia. Die GTX 460 basiert allerdings nicht mehr auf dem GF100-Grafikchip, sondern auf dem kleineren GF104. Dieser verbraucht weniger Strom, wodurch weniger Wärme produziert wird.

Als Folge kann der Lüfter auf der Grafikkarte langsamer drehen, somit wird sie leiser. Trotz all dem bietet die GTX 460 eine ähnliche Leistung wie die GTX 465 und kann damit in jedem Vergleichspunkt die Lücke zur Konkurrenz von AMD schließen.

Der Jäger - die Geforce GTX 460

Die Geforce GTX 460 setzt auf dem GF104-Chip auf, der von der grundsätzlichen Architektur her wiederum auf dem GF100 (GTX465, GTX470, GTX480) basiert. Nvidia hat sich allerdings beim GF104 nicht ausschließlich für eine geringere Anzahl an Shadern entschieden, wie dies sonst üblich ist, um einen kostengünstigeren Midrange-Chip zu generieren.

Stattdessen hat Nvidia einige Umstrukturierungen am Chip-Design vorgenommen. Dies war auch bitter nötig, da der GF100-Chip einfach zu heiß wird und zu viel Strom verbraucht. Hinzu kommt, dass die Produktion des GF100 sehr teuer ist. Die meisten Änderungen wurden an den Streaming-Multiprozessoren (SM) vorgenommen.

Beim GF100-Chip verfügt jeder Streaming Multiprozessor (11 Stück) über 32 Cuda-Cores und je eine Quad-TMU (Texture Mapping Unit). Das wurde beim GF104 geändert – er verfügt nun über 48 Cuda Cores und 2 Quad-TMUs (8 TMUs) pro SM (7 Stück). Des Weiteren werden die CUDA-Cores in einem SM, anstelle von bisher zwei, nun von vier Dispatchern befüllt.

Die Anzahl der Special Function Units (SFUs) hat sich auch auf 8 SFUs pro SM verdoppelt. Die Anzahl der Textureinheiten insgesamt ist übrigens ein guter Indikator, um die Leistungsfähigkeit einer Grafikkarte einzuschätzen.

Insgesamt verfügt der vollausgebaute GF104-Chip über acht Streaming Processors, die in zwei Graphics Processing Cluster (GPC) gegliedert sind. Somit kommt der Chip auf 384 Cuda Cores (8 SMs x 48 Cuda Cores) und 64 Textureinheiten (8 SMs x 8 TMUs). Wie schon beim Launch der GTX480, kommt die GTX460 nicht im Vollausbau.

Wenn man Watt/fps nimmt, ist die GTX460 klar der Sieger. Allerdings steigt der Stromverbrauch bei der 1-GByte-Variante deutlich.

Stattdessen ist bei der GeForce GTX 460 ein Streaming Multiprocessor (SM) deaktiviert. Wenn man die GeForce GTX 465 mit der GTX460 vergleicht, kann sich die GTX 465, was die Anzahl der SMs angeht, recht deutlich von der GTX 460 absetzen. Allerdings sind die SMs der GTX 465 wie schon gesagt nur mit 32 Cuda-Cores anstelle der 48 Cuda-Cores der GTX 460 ausgestattet. Insgesamt gesehen verfügen beide Modelle daher über eine ähnliche Anzahl an Shader-Einheiten. Die GTX 465 verfügt über 352 Cuda Cores, die GTX 460 über 336 Cores.

Einen klaren Vorteil hat die GTX 465 bei einer typischen DirectX11-Aufgabe – der Tesselation. Da jeder SM über eine Polymorph-Engine (mit je einem Tesselator) verfügt, kann die GTX 465 in diesem Fall mit 11 zu 7 auf die anderthalbfache Rechenleistung zurückgreifen – zumindest theoretisch.

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1. Grafikkarten unter 250 Euro im Test
2. Erste Ergebnisse
3. Der SLI-Vergleich

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