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Das bringt der Cloud-Spieledienst

Google Stadia startet im November

07. Juni 2019, 16:05 Uhr   |  Lars Bube

Google Stadia startet im November
© Google Stadia

Google will mit seinem Dienst Stadia Videospiele revolutionieren: Statt Konsole oder PC sollen sie in der Cloud laufen. In der ersten Version wird es für Stadia jedoch nach Einschätzung von Analysten schwer, mit herkömmlichen Plattformen zu konkurrieren.

Googles Cloud-Spieledienst Stadia, mit dem der Internet-Konzern gegen Konsolen und Gaming-PCs antritt, kommt zum Start im November auch nach Deutschland. Die Idee hinter Stadia ist, Spiele auf hochgerüsteten Google-Servern im Netz laufen zu lassen, statt auf einem Gerät des Nutzers. Die Voraussetzung dafür, dass das funktioniert, ist eine schnelle Internet-Leitung.

Google hatte Stadia im März angekündigt, aber damals noch keine Angaben zu Preisen oder dem Spieleangebot gemacht. Das holte der Internet-Konzern am Donnerstag nach. Wer zum Start im November dabei sein will, muss demnach 129 Euro für das Streaming-Gerät Chromecast Ultra und einen Controller zur Spielsteuerung ausgeben. In dem Angebot inklusive sind auch drei Monate des Abo-Dienstes Stadia Pro, die sonst jeweils 9,99 Euro kosten. Abo-Kunden bekommen schärfere 4K-Bilder und Zugang zu einer Auswahl von Spielen.

Allerdings enttäuschte das Angebot die Erwartungen einiger Analysten, weil in dem Abo hauptsächlich ältere Titel inbegriffen sind. Von den aktuellen Games ist bisher nur »Destiny 2« dabei. Andere werden gekauft werden müssen, wie auf anderen Plattformen auch. Das werde es für Stadia schwieriger machen, Kunden anzulocken, kritisierte Analyst Pierce Harding-Rolls von der Marktforschungsfirma IHS Markit. Google habe bisher nicht gezeigt, dass der Internet-Konzern Kunden besser versorgen kann als traditionelle PC- und Konsolen-Plattformen.

Auch Analyst Michael Pachter von der Finanzfirma Wedbush betonte, Abodienste seien ohne eine breite Auswahl von Inhalten schwer zu verkaufen. »Das ist als hätten man ein Büffet nur mit einem Hühnchen-Gericht, einem Fleisch-Gericht und einem Nudel-Gericht«, sagte er der »Financial Times«. »Wenn man ein Netflix für Spiele werden will, muss man 1.000 Games im Angebot haben.« Für einige hundert Euro bekommt man auch schon eine Spielekonsole.

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2. Kostenlose Stadia-Version kommt 2020

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