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Google bläst zum Angriff auf die Amazon-Cloud

26. März 2014, 16:02 Uhr   |  Lars Bube

Google bläst zum Angriff auf die Amazon-Cloud

Mit neuen Features und kleineren Preisen will Google den Druck auf Amazon erhöhen. (Bild: Google)

Mit drastischen Preissenkungen und neuen Funktionen will Google Amazons Cloud-Services die Kunden abjagen.

Google setzt zum Großangriff auf Amazons Cloud-Dienste an. Um den Marktführer unter Druck zu setzen und ihm Kunden abzujagen kürzt der Suchmaschinengigant jetzt die Preise für seine Services der Cloud Platform enorm. So kosten die Infrastructure as a Service (IaaS) Angebote der Google »Compute Engine« künftig 32 Prozent weniger, bei steigendem Funktionsumfang. Neben der Unterstützung für Red Hat Enterprise Linux und Suse Linux Enterprise Server soll demnächst auch Windows Server 2008 R2 angeboten werden. Der Speicherplatz in der Google-Cloud wird sogar um 68 Prozent günstiger. Damit müssen Unternehmen nur noch 2,6 US-Cent pro Gigabyte Speicherplatz berappen.

Noch drastischer sind die Kostensenkungen bei der Massen-Datenverarbeitung mit »Big Query«, die um 85 Prozent billiger wird. Dank Breitband-Streaming soll der Dienst Big Data Analysen nahezu in Echtzeit verarbeiten. Darüber hinaus will Google nicht nur die Mietkosten selbst reduzieren, sondern auch die Komplexität der Preismodelle. Beispielsweise sollen Vorab-Zahlungen für Rabatte entfallen, mit denen Entwickler bislang ihre benötigten Ressourcen reservieren müssen. Künftig sollen die Preisnachlässe automatisch verrechnet werden, wenn die monatliche Auslastung virtueller Maschinen (VM) über 25 Prozent liegt.

Zu den weiteren Neuheiten gehört außerdem die Möglichkeit, Anwendungen direkt über eine Cloud-Konsole anzupassen und zu verändern. Dank Cloud-DNS können DNS und Netzwerkinfrastruktur über eine gemeinsame Konsole verwaltet werden. Demnächst will Google zudem Managed Virtual Machines einführen, die das Handling von Apps vereinfachen, indem sie einfacher von der App Engine auf Compute Engine skaliert werden können. Neben den eigenen Angeboten wie Google Maps und Gmail nimmt Google zudem immer mehr Drittanbieter-Apps wie Snapchat in seine Cloud Platform auf.

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