Schwerpunkte

Hackerangriffe, Stromausfälle, Corona

Everbridge will in Europa expandieren

10. Juni 2020, 13:36 Uhr   |  Carsten Hoefer, dpa | Kommentar(e)

Everbridge will in Europa expandieren
© Everbridge

Corona beflügelt das Geschäft mit Krisensoftware: Der US-Anbieter Everbridge konnte schon über die letzten Jahre hohe Wachstumsraten verzeichnen und nimmt sich nun den europäischen Markt vor.

Der US-Krisensoftwarehersteller Everbridge hofft im Zuge der Corona-Pandemie auf eine rasante Expansion in Europa. Das in Boston ansässige mittelständische Unternehmen hat achtzig Prozent seiner Kunden bisher in den heimatlichen USA, startet nun aber mit dem Vertrieb seiner Krisenmanagement-Plattform inklusive Corona-Tracking für Unternehmen auch in Europa, wie die deutsche Tochtergesellschaft am Mittwoch in München mitteilte.

Everbridge hat auch bisher schon europäische Kunden, darunter die Regierungen von Norwegen, Schweden und Island, die die Software des Unternehmens für öffentliche Katastrophenwarnsysteme via Mobiltelefon nutzen. Das Unternehmen beschäftigt gut 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von gut 200 Millionen Dollar, die Wachstumsraten sind seit Jahren zweistellig. »Die Anzahl und die Häufigkeit der Bedrohungsszenarien nehmen eher zu«, sagte der deutsche Vertriebschef Andreas Junck.

Die Krisenmanagementsoftware für Unternehmen wertet nach Firmenangaben 22.000 Quellen für Risikodaten von der Coronavirus-Pandemie über Hackerangriffe, Stromausfälle bis zu Unwettern aus und verschickt per SMS Informationen und Warnungen an die Mitarbeiter. Für die europäische Version wurden laut Everbridge zusätzliche Daten zur Unterbrechung von Verkehrsverbindungen sowie eine erweiterte Datenbank mit »Schlüsselorten« wie Krankenhäusern oder Botschaften aufgenommen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche misstrauen der Corona-App
Industrieproduktion bricht ein
Das Wichtigste in Kürze
Corona-Warn-App kommt
Exporteinbruch von mehr als 30 Prozent

Verwandte Artikel

dpa

Politik

Computerkriminalität