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Was kommt nach Windows 7?

Die letzte große ­Migrationswelle rollt

21. Oktober 2019, 13:20 Uhr   |  Stephanie Jarnig

Die letzte große ­Migrationswelle rollt
© richardlyons, AdobeStock

Das bevorstehende Support-Ende von Microsofts Windows 7 im Januar 2020 kurbelt die Nach­frage nach PCs und Notebooks kräftig an. Branchenkenner erwarten, dass der Wachstumsschub noch bis ins erste Quartal 2020 anhält. Doch was kommt danach?

Nach einer langen Durststrecke können sich die PC-Hersteller und -Händler derzeit nicht über mangelnde Nachfrage beschweren. Nicht nur bei Fujitsu läuft die PC-Fertigung auf Hochtouren. Und das, obwohl der japanische Hersteller sein Werk in Deutschland bis September 2020 dicht machen wird. Stattdessen fährt Fujitsu wegen des überraschend hohen Auftragseingangs in Augsburg im Vollbetrieb. Nicht nur Server, auch Desktop-PCs würden so stark nachgefragt, dass es teilweise zu Lieferverzögerungen käme, berichtet Christian Leutner, Head of EMEIA Product Sales bei Fujitsu: »Das Produktgeschäft geht durch die Decke«.

Die Auftragslage bei Fujitsu ist kein Ausreißer, weil sich Kunden noch schnell einen Rechner »Made in Germany« sichern wollen. Auch andere PC-Hersteller berichten von steigender Nach-frage nach PCs und Notebooks. Der wichtigste Wachstumstreiber ist das bevorstehende Supportende für Windows 7 im Januar 2020, auf das Microsoft und die PC-Hersteller ihre Partner seit Jahresbeginn mit Nachdruck hinweisen. »Die Partner müssten ihren Kunden dringend empfehlen, jetzt schon mit der Migration zu beginnen«, hatte Matthias Scharer, Senior Director OEM & Device Sales DACH von Microsoft, auf Acers Channel-Kick-off im Mai 2019 geraten und vor Engpässen zum Jahresende gewarnt. Die Zahl der betroffenen Systeme sei riesig. Allein in Deutschland liefen elf Millionen Devices derzeit noch mit Windows 7 oder älteren Betriebssystemen. Und in vielen Firmen wären von dem Supportende nicht nur die PCs, sondern auch die Server betroffen. »Das ist die letzte Möglichkeit für Partner, an einer großen Migration Geld zu verdienen«, betonte Scharer. Ab Windows 10 sei diese Chance vorbei, weil Microsoft kontinuierlich Updates einspiele.

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1. Die letzte große ­Migrationswelle rollt
2. Alle Hersteller gut ­ausgelastet
3. Was kommt 2020?
4. Wildern in der Apple-Nische
5. Hoffnungsträger ­»Digitalpakt Schule«

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