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Schöne neue Software-Welt

Die fetten Windows-Jahre sind vorbei

22. Januar 2016, 13:47 Uhr   |  Lars Bube

Die fetten Windows-Jahre sind vorbei
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Die Zeiten, in denen Windows das beherrschende Betriebssystem auf dem weltweiten IT-Markt war, sind endgültig vorbei. Microsoft sucht Auswege aus dem Dilemma, die aber nicht jedem Partner schmecken.

Fast 30 Jahre lang war der PC das alles beherrschende Zentrum der ITK-Industrie. Die Hardwarehersteller konnten sich fast schon schlafwandlerisch darauf verlassen, dass die Absätze steigen und sie lediglich verbesserte Komponenten wie größere Festplatten und schnellere Prozessoren verbauen mussten, um weiterhin vom Aufschwung zu profitieren. Noch komfortabler war die Situation für Microsoft, das softwareseitig mit Windows den großen Alleinherrscher unter den kommerziell erfolgreichen Betriebssystemen stellte. Zugleich trieb die immer leistungsstärker und anspruchsvoller werdende Software wieder die Hardwareverkäufe an.

Doch inzwischen sind Hard- und Software im PC-Bereich, außer in einigen Nieschen wie Gaming, keine Selbstläufer mehr. Neue Geräte und Technologien, insbesondere die Smartphones, Tablets und allseits verfügbare Breitbandnetze samt Cloud-Anschluss, haben die ITK- und Arbeitswelt nachhaltig verändert. Der klassische PC-Büroarbeitsplatz wurde durch das Konzept des mobilen Arbeitens ersetzt, dessen Prämissen »überall und jederzeit« lauten. Viele große und erfolgsverwöhnte Hersteller haben diese gravierenden Veränderungen jedoch zu lange verschlafen und sich lieber darauf verlassen, dass sie auch in dieser schönen neuen ITK-Welt den Ton angeben werden. Die Realität hat sie jedoch schnell eingeholt und schmerzhaft eines Besseren belehrt.

Statt weiterhin in regelmäßigem Turnus neue Office-PCs mit einer neuen Windows-Version zu kaufen, investieren Unternehmen und Verbraucher ihr Budget heute lieber in anderen Gebieten. Während es völlig normal ist, spätestens alle zwei Jahre neue Smartphones anzuschaffen, wird die Lebensdauer von Desktop-PCs und auch Notebooks immer länger. Dabei ist im mobilen Bereich vor allem die Hardware die treibende Kraft. Sie setzt die wichtigen Anreize für den Kaufimpuls, während die Software nur noch die Tools bietet, um die Komponenten möglichst vielfältig nutzen zu können.

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