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Bechtle blickt auf Rekordjahr

Das Wunder vom Neckar

25. März 2015, 12:55 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

»Versuchung, Unsinn zu machen, ist riesengroß«

2014 hat sich Bechtle bei Akquisitionen eher zurückgehalten und den Umsatzzuwachs überwiegend aus eigener Kraft gestemmt. 2020 will das Systemhaus den Umsatz dann auf fünf Milliarden Euro verdoppeln. Akquisitionen sind also fest eingeplant, und das Angebot an übernahmewilligen Systemhäusern sei groß. »Wir haben noch nie in so viele Bücher von Unternehmen geschaut wie 2014«, so Olemotz im Gespräch mit CRN. Allerdings seien auch die Preisvorstellungen der Wettbewerber jenseits dessen, was Bechtle bereit wäre zu zahlen. »Die Versuchung, Unsinn zu machen, ist riesengroß«, warnt der Kaufmann an der Bechtle-Spitze. Die Branchenkonsolidierung lässt sich also deutlich an der gestiegenen Zahl kleinerer Systemhäuser ablesen, die zum Verkauf stehen.

Größere Transaktionen im Systemhausmarkt sind allerdings eher die Ausnahme. Zuletzt hatte die Ulmer Fritz & Macziol mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro zum Verkauf gestanden. Olemotz liest aus den Büchern der Wettbewerber, dass sich insbesondere Häuser mit weniger als 50 Mitarbeitern schwer tun, zukunftsträchtigen Markttrends wie Cloud Computing zu folgen. Die Folge: Die Zahl der mittelständischen IT-Allrounder nehme ab, dafür nehme die Spezialisierung bei den regionalen Systemhäusern etwa als Netzwerk- oder Virtualisierung-Experten zu.

Sein Unternehmen sieht Bechtle im deutschsprachigen Systemhausmarkt sehr gut aufgestellt. Hierzulande gäbe es kaum noch weiße Flecken. Im Südwesten der Republik, südlich von Karlsruhe und in Rheinland-Pfalz, kann sich Olemotz noch vorstellen, einige Lücken bei der flächendeckenden Präsenz hierzulande zu schließen.

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2. Gefahr Millionen zu versenken
3. »Versuchung, Unsinn zu machen, ist riesengroß«

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