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Prognose zur IT-Sicherheit

Das kommt 2014 auf uns zu

16. Dezember 2013, 18:23 Uhr   |  Folker Lück

Das kommt 2014 auf uns zu

IT-Securityprognose: Der Computer – in punkto Sicherheit so löchrig wie ein Schweizer Käse. (Grafik: Kaspersky Lab)

Der Security-Anbieter Kaspersky warnt für das Jahr 2014 vor verstärkten Attacken gegen mobile Nutzer und Bitcoin-Besitzer, vor der Entglobalisierung des Internets sowie vor Angriffen auf Cloudnutzer.

Die Sicherheits-Fachleute von Kaspersky Lab erwarten für das Jahr 2014 teilweise drastische Bedrohungen für die IT-Sicherheit. Davon werden Heimanwender, das gesamte Internet sowie Unternehmen und Organisationen betroffen sein.

Cyberkriminelle werden 2014 zu immer ausgefeilteren Methoden greifen, die zunehmend die mobilen Geräte der Nutzer ins Visier nehmen. Dabei werden vor allem über Smartphone und Tablet genutzte Bankzugänge über mobiles Phishing und Banking-Trojaner attackiert werden. Besitzer mobiler Geräte dürften zunehmend auch mit erpresserischer Schadsoftware konfrontiert werden. Über solche Trojaner wird dem Anwender der Zugriff auf Fotos, Kontakte oder E-Mails verweigert, bis eine entsprechende Zahlung zur Freigabe der Daten erfolgt ist. Im Kreuzfeuer der Cyberkriminellen werden dabei wie in diesem Jahr hauptsächlich Android-Nutzer stehen. Zudem prognostiziert Kaspersky Lab für das kommende Jahr einen Handel mit mobilen Botnetzen, über die beispielsweise gefährliche Anhänge im Auftrag von Dritten verbreiten werden.

Computerbetrüger werden darüber hinaus ihre Attacken verstärkt in Richtung Bitcoins richten. Betroffen sind Bitcoin-Wallets wie Online-Dienstleister. Besitzer und Dienstleister der immer populäreren Krypto-Währung sollten daher besondere Vorsicht walten lassen.

Aufgrund der weltweiten Ausspähversuche von Geheimdiensten prognostiziert Kaspersky einen starken Trend zur Abschottung. Anwender werden verstärkt ihre Daten schützen und auch ihr Online-Verhalten weit weniger preisgeben wollen als bisher. Dies wird zu einer größeren Nachfrage nach regionalen Verschlüsselungsdiensten, Virtual Private Networks (VPNs) und Tor-Netzwerken zur Anonymisierung von Verbindungsdaten führen.

In Folge der Enthüllungen von Edward Snowden werden in einzelnen Ländern neue Regelungen hinsichtlich der Nutzung ausländischer IT-Dienstleistungen diskutiert. Klarer Trend bei immer mehr Business- und Privatanwendern: Möglichst kein Byte an Informationen soll die nationalen Netze verlassen. Als nächsten Schritt erwartet man bei Kaspersky Versuche, den Zugriff auf inländische Daten vom Ausland aus zu limitieren. Das könnte an einem bestimmten Punkt zu einem Kollaps des Internets führen. Übrig blieben nur Dutzende nationale Netze und ein schattenhaftes Darknet, das dann das World Wide Web darstellt.

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1. Das kommt 2014 auf uns zu
2. Auswirkungen auf Internet-Dienstleister und Unternehmen

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