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Coronakrise

»Crashkurs in Sachen Digitalisierung für uns alle«

01. April 2020, 06:30 Uhr   |  Manja Borchert und Johanna Uchtmann, dpa

»Crashkurs in Sachen Digitalisierung für uns alle«
© Di Studio - AdobeStock

Gerade kleinen Unternehmen und Selbständigen kann es in der Corona-Krise schnell an die Existenz gehen. Das Positive daran: Sie sind gezwungen, erfinderisch zu sein und in Sachen Digitalisierung neue Wege zu gehen.

Die Corona-Krise bringt gerade kleinere Unternehmen aus Sicht des Selbstständigen-Verbands VGSD technisch noch einmal deutlich voran. »Ich glaub, es ist ein Crashkurs in Sachen Digitalisierung für uns alle«, sagte Andreas Lutz, Vorsitzender des Verbands der Gründer und Selbstständigen, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. »Viele sind erfinderisch und gehen da neue Wege.« Das sei eine positive Seite der Krise, in der viele Unternehmen und Selbstständige etwa von zu Hause aus arbeiten müssten und Vieles nur virtuell erledigen könnten.

Allerdings überwiegen seiner Ansicht nach die negativen Folgen für Selbstständige. Sie seien viel stärker von der Krise betroffen als Angestellte. »Sie haften letztlich mit ihrem ganzen Vermögen. Auch ihre Altersvorsorge ist in Gefahr, weil die eben nicht insolvenzgeschützt ist, wie Immobilien oder Fonds-Anlagen zum Beispiel.«

Wegen der drastischen Auswirkungen der Corona-Krise fürchten viele Solo-Selbstständige um ihre Existenz. Kleine Firmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler können daher Direkthilfen beantragen, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Aus Lutz' Sicht ist bei den Direkthilfen »dringend eine Nachbesserung nötig«. Er kritisiert etwa, dass man erst bei einem Liquiditätsengpass Hilfen bekomme, »der so definiert ist, dass man erst mal alle Ersparnisse aufbrauchen muss«. Auch dass nur bei Schäden geholfen werde, die nach dem 11. März entstanden sind, findet er falsch. »Das ist völlig das falsche Datum.«

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