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»Business Objects ist noch zu wenig bekannt«

06. Februar 2007, 04:52 Uhr   |  Michael Hase | Kommentar(e)

»Business Objects ist noch zu wenig bekannt«

Jörg Limberg, Vice President Central Europe bei Business Objects

Jörg Limberg führt seit Dezember die Geschäfte von Business Objects in Zentraleuropa. Im Gespräch mit CRN-Redakteur Michael Hase spricht der frühere Open-Text-Manager über seine Ziele für den deutschen Markt.

CRN: Ihr Unternehmen hat gerade eine Mittelstansinitiative gestartet. Welche Erwartungen knüpfen sie daran?

Limberg: Business Objects besitzt bereits – mit mehr als 1.000 Unternehmen - eine gute Kundenbasis in Deutschland, die wir jetzt ausweiten werden. Dabei wird uns das Midmarket-Programm deutlich helfen.

Verglichen mit der weltweiten Marktbedeutung hat Business Objects in Deutschland noch Nachholbedarf.

Wir befinden uns seit einiger Zeit auf Wachstumskurs. Laut der IDC Studie von 2005 sind wir in Deutschland bereits Marktführer für BI Werkzeuge. Es ist allerdings richtig, dass wir in Deutschland im Vergleich zu Business Objects Frankreich oder Großbritannien nicht dort sind, wo wir hin wollen. Über die kommenden ein, zwei Jahre werden wir das jedoch aufholen.

Woran hat es gehapert?

Wenn man einen Markt bearbeitet, muss man das kontinuierlich tun. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in Deutschland ist mit meinem Vorgänger Michel Montandon in den vergangenen drei Jahren diese Kontinuität eingekehrt. Jetzt ist es an uns, den nächsten großen Schritt zu tun. Ein Problem liegt darin, dass Business Objects im deutschen Markt immer noch zu wenig bekannt ist. Eines der Dinge, an denen wir besonders arbeiten müssen, ist deshalb die Awareness. Die müssen wir deutlich steigern.

Wie wollen Sie das erreichen?

Wir werden künftig stärker den Kontakt zu den Medien, insbesondere zur schreibenden Zunft, suchen. So ist es uns auch bei Open Text gelungen, aus einem unbekannten Anbieter die Nummer eins in seinem Marktsegment zu machen. Ebenso werden wir in diesem Jahr sicherstellen, dass unsere Crystal Produktfamilie noch klarer als Teil des Business Objects Brands erkennbar ist.

Die Bekanntheit von Open Text ist nicht zuletzt durch die Übernahmen von Ixos und Gauss gestiegen.

Das könnte durchaus wieder Teil der Strategie sein. Wenn man sich die Vergangenheit von Business Objects anschaut, dann hat das Unternehmen immer wieder andere Anbieter – im vergangenen Jahr beispielsweise Firstlogic oder ALG – gekauft.

Muss Business Objects aber nicht auch verstärkt Partner akquirieren, insbesondere wenn die aktuelle Mittelstandsoffensive zum Erfolg werden soll?

Unbedingt, das muss passieren. Unser Ziel ist zugleich, dass unsere Partner noch viel mehr vertikale Lösungen auf Basis unserer Plattform entwickeln. Das gilt insbesondere für Branchen wie etwa das Gesundheitswesen oder Finanzdienstleistungen, in denen die Compliance-Anforderungen recht hoch sind.

Wie viele sollen es Partner denn in Deutschland werden?

Dazu kann ich Ihnen keine konkreten Angaben machen. Das wird sich entwickeln. Wenn ich sagen würde, wir erhöhen von 50 auf 80 oder auf 200, wäre das willkürlich eine Zahl in den Raum geworfen. Wir wollen nicht um jeden Preis ganz viele Partner, sondern lieber ein paar weniger, mit denen wir auf hohem Niveau zusammenarbeiten.

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