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Bechtle-Gründer investiert in Cancom

07. Mai 2013, 10:37 Uhr   |  Martin Fryba

Bechtle-Gründer investiert in Cancom

Bechtle-Mitbegründer Gerhard Schick: Künftig zwei Systemhausherzen in seiner Brust? (Foto: CRN / M.Fryba)

Die Familie Schick ist überraschend beim Systemhaus Cancom eingestiegen. Es handle sich um eine private Finanzanlage bestätigte Bechtle-Mitbegründer Gerhard Schick gegenüber CRN.

Die Meldung vom neuen Großinvestor bei Cancom hat Vorstand Klaus Weinmann und sein Pendant bei Bechtle, Thomas Olemotz, sichtlich überrascht. Die Schick GmbH, hinter der die Tochter des Bechtle-Mitbegründers Gerhard Schick steht, hat sich mit zehn Prozent an der Cancom AG beteiligt. Damit erklärt sich ein Stück weit der gestiegene Aktienkurs des Systemhauses in den letzten Wochen und Tagen. Interessanter allerdings ist die Frage, welche Pläne der im vergangenen Jahr ausgeschiedene Aufsichtsratsvorsitzende bei Bechtle, Gerhard Schick, mit seiner Minderheitsbeteiligung beim Bechtle-Konkurrenten verfolgt. Zumal Schick immer noch eng mit seinem Lebenswerk Bechtle verbunden ist. Und das nicht nur in mentaler, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Seine Tochter, Karin Schick, hält auch 35 Prozent an Bechtle und sitzt im Aufsichtsrat des Systemhauses. Spekulationen in Richtung einer strategischen Zusammenarbeit beider Unternehmen entbehren aber einer Grundlage.

Gegenüber CRN stellte Gerhard Schick klar: »Es handelt sich um eine private Finanzanlage«. Zu seiner künftigen Rolle über die eines »langfristig orientierten Anker-Investoren« hinaus, wie Schick sich ausdrückt, hält er sich bedeckt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der neue Großinvestor bei Cancom einen Posten im Aufsichtsrat des Bechtle-Wettbewerbs reklamieren wird. Dann allerdings wären Interessenskollisionen unvermeidbar, da die Familie Schick bei zwei der drei größten Systemhäuser in Deutschland eine Kontrollfunktion ausüben würde.

Mehr dazu in der neuen Ausgabe CRN, die am Donnerstag erscheint und in Kürze auch auf crn.de.

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