SAP bleibt an der Spitze: Markt für Supply Chain Management wächst

Bei Software für das Management von Lieferketten legte vergangenes Jahr das SaaS-Segment um überdurchschnittliche 13 Prozent zu.

Die Lage der Weltwirtschaft war 2012 nicht einfach, doch der Markt der Software für das Supply Chain Management (SCM) wuchs trotzdem um 7,1 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar. Diese Zahlen hat das IT-Marktforschungshaus Gartner ermittelt. »Die Lieferkette bleibt ein Schlüsselfaktor, womit sich Unternehmen im Wettbewerb differenzieren und ihre Wachstumsziele verfolgen können«, kommentiert Chad Eschinger, Research Vice President bei Gartner.

77 Prozent der Umsätze erzielten die SCM-Softwarehersteller in den reifen Märkten Nordamerikas und Westeuropas. Der asiatisch-pazifische Raum sah robustes Wachstum, und auch Fertigungsunternehmen in Schwellenländern investierten zunehmend in SCM-Technologien. SAP konnte 2012 im Vergleich zum Vorjahr 11,6 Prozent zulegen, die im Diagramm ausgewiesenen Zahlen von Ariba beziehen sich auf die neun Monate vor der Übernahme durch SAP. Oracle kam im SCM-Markt ebenfalls gut voran und erreichte 12,1 Prozent mehr Umsatz als 2011. Die fünf im Diagramm zu sehenden großen Hersteller kommen in Summe auf beinahe 50 Prozent des SCM-Markts. Dahinter tummeln sich zahlreiche kleine Anbieter.

Besonders dynamisch entwickelten sich 2012 im SCM-Markt SaaS-Angebote: Hier lag der Umsatzzuwachs bei 13 Prozent. Bei traditionell lizenzierter Software betrug der Zuwachs lediglich 3,5 Prozent. Die Anwenderunternehmen versuchen offenbar, schnell und möglichst kostengünstig zu funktionierenden Lösungen zu kommen.