Freie Liebe unter Facebook-Freunden: Facebook: Empörung über Sex-App

Eine neue Facebook-App sorgt derzeit für Furore. »Bang with friends« vermittelt sexuelle Kontakte innerhalb des eigenen Freundeskreises.

Zwangloser Geschlechtsverkehr unter Facebook-Freunden. Das verspricht Bang your friends. (Bild: Bang with friends)

Wie jedes Soziale Netzwerk auch bringt Facebook Leute zusammen – manchmal nicht nur im freundschaftlichen oder beruflichen Sinne, sondern auch als Paare oder Liebschaften. Gleichzeitig gibt es immer wieder Leute die sich zwar gegenseitig unglaublich attraktiv finden, diesen Gedanken aber lieber beschämt für sich behalten, als ihn auszusprechen. Diese Effekte macht sich jetzt eine neue Dating-App der besonderen Art zu Nutze. »Bang with friends«, übersetzt in etwa »Knall Deine Freunde«, soll Facebook-Freunde mit eindeutigen Absichten zusammen bringen. Wer also beispielsweise schon immer von einer heißen Nacht mit der Kollegin / dem Kollegen träumt, dies aus verständlichen Gründen jedoch nicht zeigen will oder darf, der kann seine Chancen auf gemeinsamen Bettsport jetzt zunächst über die App ausloten. Das Prinzip hinter der App ist dabei ganz einfach: Jeder Nutzer wählt unter seinen Freunden diejenigen aus, mit denen er gerne ein amouröses Abenteuer hätte. Der andere erfährt davon normalerweise nichts. Erst wenn sich zwei Nutzer gegenseitig auswählen, wird ihnen per Email mitgeteilt, dass das Interesse beiderseitig ist. Damit ist der heikle Punkt der Angelegenheit erledigt und die sich bislang nur heimlich Begehrenden müssen eigentlich nur noch ein Treffen vereinbaren und zum - nicht immer - spannenderen Teil über gehen.

Ganz so diskret wie die Beschreibung versichert, ist die App dann allerdings doch nicht. Zum einen wird jedem Nutzer gleich bei der Anmeldung gezeigt, welche seiner Freunde ebenfalls auf der Suche nach Liebesabenteuern sind. Das kann zu äußerst peinlichen Situationen und Gesprächen führen, nicht nur unter Paaren. Noch geschmackloser ist allerdings, dass auch die eigenen Familienmitglieder als potentielle Kandidaten zur Triebbefriedigung angeboten werden. Die Entwickler, die ihre Identität nicht preisgeben, wollen die App nach dem enormen Feedback und Erfolg aus den ersten Tagen nun weiter entwickeln. Bislang haben sie nach eigener Angabe lediglich rund zwei Stunden in die digital promiske Datingmaschine investiert. Darüber hinaus soll mit »Bang with professionals« eine zweite App erscheinen, welche die selben Funktionen in Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing bietet.