iTeam Systemhausgespräche 2012: Wasser auf die Systemhausmühlen

Wie Systemhäuser gegen Bechtle & Co in Wüsten überleben und langhaarigen Bombenlegern begegnen. In Kassel diskutierten über 90 Systemhausgeschäftsführer über Trendthemen und Herausforderungen in ihrem Markt.

Über 90 Systemhausgeschäftsführer trafen sich bei iTeam zum jährlichen Erfahrungsaustausch (Foto: iTeam)

Mike Bergmann lebt in der Wüste und zeigt eindrucksvoll, wie er dort mit recht pragmatischen Mitteln Wasser findet. Wasser, das ist für den Wirtschaftsinformatiker im übertragenen Sinne Personal, das er für sein Systemhaus dringend benötigt. 42 Mitarbeiter beschäftigt das Systemhaus Exabyters aus Uelzen. Bergmann ist es gelungen, sie ins Niemandsland zwischen Hamburg und Hannover zu locken, »wo es keine Mitarbeiter und Kunden« gibt, scherzt Bergmann vor mehr als 90 Geschäftsführer-Kollegen, die iTeam zu den diesjährigen Systemhausgesprächen nach Kassel eingeladen hat. Im seit 2006 Bechtle-freien Kassel Wege aufzeigen, wie kleine Systemhäuser in Bechtle-freien Wüsten wie der Lüneburger Heide Mitarbeiter rekrutieren und in ihrer Region erfolgreich wachsen können, das ist ein lohnender Erfahrungsaustausch, für den eine Systemhauskooperation die Plattform zur Verfügung stellt.

»Vernetzung für mehr Umsatz und strategische Impulse«, diesem Anspruch will die Systemhauskooperation iTeam gerecht werden. Der Dialog, der Austausch von Wissen und bewährten Methoden, beispielsweise für Personalgewinnung im leer gefegten Arbeitsmarkt, sind nur kleine Ausschnitte, wie der Kooperationsgedanken unter Gleichen gelebt wird. Weitere Aspekte kommen hinzu, den ein Teilnehmer treffend mit »Nasenfaktor« beschreibt. Gerade Unternehmer in der ITK-Branche leben vom Vertrauen Dritter. Egal ob Anwenderkunde, Herstellerpartner oder ein im Projekt eigebundener Spezialist eines Mitbewerbers: Vertrauen in die Integrität aller Beteiligten ist ein Grundbestandteil für erfolgreiches Business im oft genug komplexen und komplizierten ITK-Lösungsgeschäft.

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