IT-Megatrends auch in der CAD-Welt: Autodesk glaubt an Clouds und Mobilität

Marktführer Autodesk erwartet durch Cloud-Technologien und die Zunahme mobiler Endgeräte auch in der CAD-Welt ein neues Zeitalter. Noch sind die Angebote und die Umsätze in diesen Bereichen überschaubar.

Bislang nur einzelne Funktionen in der Cloud

Cloud-Lösungen, die mit Mietverträgen arbeiten, bringen kurz- und mittelfristig für Hersteller und Partner ebenfalls geringere Umsätze und Margen mit sich. Autodesk hat inzwischen einige Cloud-Angebote im Portfolio. Im Segment Architektur ergänzt der Hersteller sein Angebot für das Building Information Management (BIM) um Internet-Optionen.

Doch die Kategorisierung Software as a Service (SaaS) möchte Chris Douglass, bei Autodesk Director Manufacturing Sales Europe, bis auf weiteres nicht in Anspruch nehmen. Vielmehr handelt es sich um einzelne Berechnungen, die Kunden auslagern können. So können Maschinenbauunternehmen jetzt zum Beispiel zahlreiche Materialien in der Cloud testen, indem sie per Simulation die im angedachten Realbetrieb auftretenden Kräfte und deren Folgen untersuchen.

Auch das Themengebiet Product Lifecycle Management (PLM), das Autodesk erst spät entdeckt hat, geht der Softwareanbieter jetzt mit Hilfe des Internets, wie man statt Cloud auch sagen kann, an. Die eigentlichen Assets, das geistige Eigentum, verbleibt in Gestalt des Engineering Data Management in der Hand und auf den Rechnern des Kunden (On Premise). Bislang setzen vor allem Großunternehmen PLM-Software ein, durch die neue Cloud-Offerte PLM 360 will Autodesk nun mit einer kostengünstigeren und einfacheren Lösung den Mittelstand gewinnen.

Rund 80 Prozent des Umsatzes macht der CAD-Hersteller mit kleinen und mittleren Firmen. Der Vertrieb erfolgt dort ausschließlich über die weltweit rund 1.900 Partner.

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