Patrick Köhlers erste Bilanz: B.Com baut Service-Unit für das Projektgeschäft auf

Seit gut vier Monaten teilt sich der vormalige Ingram Micro-Manager Patrick Köhler nun mit CEO Torsten Belverato die operative Verantwortung bei Distributor B.Com: So leitet er den Aufbau einer neuen Service-Abteilung für das Projektgeschäft. Derweil hat sich der Kölner Grossist im Rechtsstreit mit der Kooperation Synaxon durchgesetzt.

Vor gut vier Monaten hat der ehemalige Ingram Micro-Manager Patrick Köhler die Arbeit als Vorstand beim Kölner Distributor B.Com aufgenommen. Köhler, bei Ingram noch Director des Digital Imaging-Geschäfts, lenkt gemeinsam mit CEO Torsten Belverato das operative Business des Distributors. Neben Belverato und CFO Thomas Hoffman fungiert er zudem als Mitinhaber der Firma. Köhler selbst beschreibt seine Anfangsmonate beim Grossisten als »Ausbildungszeit«: »Es ist natürlich eine große Umstellung, von einem US-amerikanischen Broadliner zu einem Mittelstandsdistributoren zu wechseln«, erzählt der Vorstand im Gespräch mit Computer Reseller News. »Es ist ein sehr viel persönlicheres Business, mehr Flexibilität ist gefragt«, beschreibt Köhler die Unterschiede zur Broadline-Distribution. »Unser Vertrieb hat den näheren Draht zu den SMB-Resellern«, stellt er fest und fügt hinzu: »Das ist die Daseinsberechtigung für unser Unternehmen: Die kleinen und mittelständischen Kunden bekommen bei uns persönliche Betreuung und Support.«

Doch der Kölner Distributor, der sich selber als »Broadliner unter den Mittelstandsdistributoren« positionieren möchte, hat auch längst Großkunden und das Projektbusiness ins Visier genommen. »Natürlich gehört das derzeit zu meinen Themen als Broadline-erfahrener Manager: Wir wollen unser Projektbusiness neu durchleuchten und bauen eine eigene Abteilung für Services auf, die entsprechende Dienstleistungen für das Projektgeschäft anbietet.« Weitere Hersteller-Units werde man dagegen nicht einführen, die Hewlett-Packard-Einheit bliebe diesbezüglich also eine Ausnahme, wie CEO Torsten Belverato erklärt: »Wir betreiben das Projektbusiness unabhängig von den Herstellern über unsere neue Service-Einheit.«

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