Virtualisierung, Clouds und Mobilität verändern die IT: Neue Aufgaben für das Systemmanagement

Um das Systemmanagement ist es ziemlich still geworden, nachdem ambitionierte Vorhaben großer Anbieter erfolglos waren. Die Ausbreitung mobiler Geräte sowie Virtualisierung und Cloud Computing sollten bald für neue Dynamik sorgen.

»Die wesentlichen Dinge sind da, der Rest ist schwierig.« Wolfgang Schwab, Senior Advisor bei der Experton Group, über das Systemmanagement

Die vier großen Anbieter von Systemmanagement-Software – IBM, HP, CA und BMC – verfügen über ein umfangreiches und ausgereiftes Produktportfolio. Die Vision, mit durchgängigen Plattformen, sogenannten Frameworks, alle Probleme zu lösen, hat sich allerdings nicht verwirklichen lassen. Der Weg zum in Aussicht gestellten vollautomatischen Rechenzentrum bleibt unendlich weit. Das Business Service Management und die Information Technology Infrastructure Library (ITIL), die nach dem Scheitern der Framework-Ansätze viel Aufmerksamkeit fanden, sind heute ebenfalls aus den Trend-Diskussionen verschwunden. Deren Einsatz auf breiter Front erwarten die Marktforscher von Gartner in den nächsten Jahren nicht mehr.

Die Anwender kommen nach den Eindrücken von Wolfgang Schwab, Berater bei dem Marktforschungsunternehmen Experton Group, trotzdem einigermaßen zurecht. »Die wesentlichen Dinge sind da, der Rest ist schwierig«, charakterisiert der Branchenkenner den Status quo beim Systemmanagement. Zum einen sind für viele Verwaltungsaufgaben weiterhin Produkte von Spezialanbietern erforderlich, die nur bedingt integrationsfähig sind. Zum anderen hat sich in den letzten Jahren die IT-Landschaft in vielen Unternehmen und Rechenzentren verändert.

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