Start von Street View in Deutschland: So wehren Sie sich gegen Googles Street View

Im November soll es so weit sein: Dann möchte Google seine Street-View-Funktion in Google Earth auch für Deutschland zur Verfügung stellen. In 20 Städten ist die virtuelle Straßenbegehung dann möglich. Wir erläutern, wie Sie rechtzeitig Ihre Privatsphäre schützen.

Gegenwehr

Mit den deutschen Datenschutzbehörden hat sich Google dahingehend geeinigt, dass der Suchmaschinen-Primus in den nächsten Wochen auf seiner Website http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview eine Meldefunktion implementiert, die es jedem ermöglicht, gegen die Aufnahme seines Gebäudes Widerspruch einzulegen - das gilt sowohl für Mieter, als auch Eigentümer. Wer den schriftlichen Weg bevorzugt, bekommt auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch einen Musterwiederspruch im PDF-Format . Laut Google muss der Widerspruch vom Betreffenden selbst eingelegt werden oder im Rahmen einer konkreten Stellvertretung. Eine ganze Gemeinde kann daher nur dann Widerspruch einlegen, wenn sie von allen Bürgern dazu beauftragt worden ist.

Öffentliche Gebäude und Firmen sind von dieser Regelung ausgeschlossen, da ihre Abbildung, so Google, z.B. zu Navigationszwecken von allgemeinem Interesse sei und mit ihren Aufnahmen keine Persönlichkeitsinteressen verletzt würde.

Bis zum Start in Deutschland möchte Google zudem eine Funktion implementieren, mit der Sie Street-View-Bilder melden können, auf denen wider Erwarten doch Gesichter, Kennzeichen oder andere unpassende Details zu erkennen sind. Google möchte dazu einen Button „Ein Problem melden“ am linken unteren Reand des Bildfensters einblenden lassen, der auf Klick ein entsprechendes Meldeformular öffnet.