Start von Street View in Deutschland: So wehren Sie sich gegen Googles Street View

Im November soll es so weit sein: Dann möchte Google seine Street-View-Funktion in Google Earth auch für Deutschland zur Verfügung stellen. In 20 Städten ist die virtuelle Straßenbegehung dann möglich. Wir erläutern, wie Sie rechtzeitig Ihre Privatsphäre schützen.

Kritik

Nicht zu Unrecht wird jedoch Kritik laut. Denn natürlich werden nicht nur Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Landschaften fotografiert, sondern auch Passanten und Fahrzeuge mit ihren Kennzeichen. So kam es direkt nach dem Start des Dienstes in den USA zu ersten negativen Reaktionen: Personen wurden in peinlichen Situationen aufgeschnappt und konnten dabei eventuell sogar eindeutig identifiziert werden. Auch Autokennzeichen konnten darauf hinweisen, dass sich Personen an Orten befanden, wo man sie nicht vermutete.

Google reagierte und entwickelte Programme, die Gesichter auf den Bildern erkennen und unkenntlich machen sollte. Gleiches gilt für Autokennzeichen. Tragen Sie jedoch am Tag der Street-View-Aufnahme besonders exklusive Kleidung oder fahren einen Wagen mit einem vielleicht besonders außergewöhnlichen Aussehen, nützt das natürlich wenig. Zudem wissen Sie nicht, wann Sie fotografiert werden bzw. worden sind, wenn Sie nicht auf die umherfahrenden Fahrzeuge mit antennenähnlichem Aufbau auf dem Dach achten bzw. geachtet haben.

Selbst wenn Sie denken, es gibt keine peinlichen Situationen in Ihrem Leben: Haben Sie nicht vielleicht doch bedenken, dass Einbrecher Ihr Haus über Street View ausspionieren könnten? Dass sich Ihr zukünftiger Arbeitgeber vorher über Ihre Wohnverhältnisse vom Schreibtisch aus informiert?