Systemmanagement: Dell kauft Systemmanagement-Spezialisten Kace

Auf Appliances, die das Verwalten von Systemen im Unternehmensnetz vereinfachen, hat sich die US-Firma Kace spezialisiert. Nun hat Dell das Unternehmen übernommen, um sein Portfolio im Bereich System- und Konfigurationsmanagement auszubauen.

Wer, wie Dell, zu einem »One-Stop-Shop« im Bereich Datacenter und IT-Infrastruktur werden möchte, darf das Thema System- und Konfigurationsmanagement nicht vernachlässigen. Offenkundig hat das Dell-Management in diesem Segment eine Lücke im Produktportfolio des Unternehmens ausgemacht. Deshalb kaufte der Anbieter von Clients, Servern, Storage-Systemen und entsprechenden Dienstleistungen jetzt die Firma Kace.

Das wichtigste Produkt von Kace ist die Appliance Kbox. Sie ist als Hardware-System und als virtuelle Appliance verfügbar. Eine Version des Geräts ist speziell für das Systemmanagement ausgelegt, eine zweite für die Installation und Wartung von Betriebssystemen auf einer großen Zahl von Rechnern. Ein aktuelles Anwendungsfeld ist beispielsweise die Umstellung von Arbeitsplatzrechnern von Windows XP auf Windows 7.

Mit den Kbox-Appliances von Kace lässt sich ein Großteil der Aufgaben in den Bereichen System-, Konfigurations-, Pactch- und Security-Management erledigen.

Bislang belieferte Kace vor allem mittelständische Firmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen. Zudem greifen Anbieter von gemanagten IT-Services auf die Produkte der Firma zurück, um ihren Kunden Dienstleistungen im Bereich Systemverwaltung zu offerieren. Offenkundig will Dell mithilfe des Know-hows von Kace nun auch kleineren Unternehmen Systemmanagement-Lösungen anbieten.

Von Inventarisierung bis Security-Management

Die Kbox-Appliances sind in der Lage, eine Inventur des IT-Systembestandes durchzuführen, inklusive von Hardware, Betriebssystemen und Anwendungen. Zudem geben sie dem Systemverwalter die Möglichkeit, Patches und Upgrades einzuspielen, Sicherheitslücken zu erkennen und zu schließen sowie die Konfigurationseinstellungen von Rechnern unter Windows, MacOS und Linux anzupassen.

Integriert sind außerdem ein Service-Desk und ein Web-Portal, über das Nutzer Probleme mit ihren Geräten oder Anwendungen melden können. Ein weiteres Feature: Auch mobile Geräte, wie Notebooks, Netbooks oder Smartphones (iPhone), lassen sich mit den Kbox-Systemen managen. Gerade dieser Punkt ist wichtig, weil sich der Trend hin zum mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen verstärken wird.

Über den Kaufpreis machten Dell und Kace keine Angaben.