GfK Konsumklimastudie: Konsumlaune der Verbraucher stützt schwächelnde Konjunktur

Die verbraucher bleiben trotz Konjunkturabschwung in Konsumstimmung. Ob das so bleibt, hängt vor allem von der künftigen Arbeitsmarktsituation ab.

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Trotz der sich abschwächenden Konjunktur bleiben die Bundesbürger in Kauflaune. Laut der vom Marktforschungsinstitut GfK monatlich erstellten Konsumklimastudie sinkt zwar die Konjunkturerwartung der Bundesbürger auf den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren, die Entwicklung ihres eigenen Einkommens wird aber von den Konsumenten weiter positiv eingeschätzt. Für September prognostizieren die Marktforscher einen zum Vormonat unveränderten Wert von 9,7 Punkten, wie die GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Zuvor war der Wert drei Mal in Folge gesunken.

Der Handelskonflikt mit den USA mit drohenden Zöllen auch für deutsche Exporte sowie die anhaltenden Diskussionen um den Brexit mit oder ohne Abkommen ließen das Risiko einer Rezession in Deutschland auch in den Augen der Verbraucher weiter ansteigen, erklärte GfK-Konsumklimaexperte Rolf Bürkl.

In der Folge nahm die Konjunkturerwartung der Befragten im August um 8,3 Zähler ab und rutschte auf minus 12 Punkte - den niedrigsten Wert seit Januar 2013. Dagegen ging die Einkommenserwartung im August nur leicht zurück - und zwar um 0,7 Zähler auf 50,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr sei damit nur ein geringes Minus von einem Zähler zu verzeichnen, betonte Bürkl. Ob der Einkommensindikator aber auch künftig sein gutes Niveau behaupten könne, werde vor allem von der Arbeitsmarktsituation abhängen. »Für das Konsumklima und eine stabile Binnennachfrage wäre es wichtig, dass der Arbeitsmarkt stabil bleibt«, mahnte der Experte.

Die Ankündigung von Kurzarbeit bei einigen Unternehmen zeige, dass vor allem in den von Exporten abhängigen Branchen wie der Automobilindustrie und deren Zulieferern die Beschäftigungssituation schwieriger werde. Auf der anderen Seite gebe es aber vor allem in der Dienstleistungsbranche nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften.

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