Kaspersky warnt vor »tickender Cyber-Zeitbombe«: Weiterhin hohe Verbreitung von Windows 7 in Unternehmen

Mehr als ein Drittel der kleinen und mehr als die Hälfte der großen Unternehmen haben noch Windows 7 im Einsatz, dessen Support in fünf Monaten ausläuft.

Notebook mit Windows 7
(Foto: Microsoft)

Schon seit zwei, drei Jahren weist Microsoft immer wieder auf das Support-Ende von Windows 7 hin. Der Software-Konzern will vermeiden, dass sich Privatnutzer und Unternehmen zu viel Zeit mit dem Umstieg lassen und ihn dann nicht mehr rechtzeitig schaffen. Doch viel genutzt haben die frühzeitigen Mahnungen offenbar nicht: Im Juli hatte Windows 7 laut Netmarketshare noch einen Marktanteil von knapp 32 Prozent.

In Unternehmen liegt der Anteil sogar noch höher, wie Zahlen von Kaspersky zeigen. Demnach setzen mehr als ein Drittel (38 Prozent) der sehr kleinen und fast die Hälfte (47 Prozent) der mittelständischen und Großunternehmen noch auf Windows 7. Der Sicherheitsspezialist spricht von einer »tickenden Cyber-Zeitbombe«, denn mit Auslaufen des Supports im Januar 2020 wird es keine Sicherheitsupdates mehr geben und die weitere Nutzung des Betriebssystems zum Risiko.

Auch ältere Windows-Versionen, die teilweise schon seit Jahren nicht mehr unterstützt werden, werden Kaspersky zufolge noch von einigen Unternehmen genutzt, vornehmlich sehr kleinen. So findet sich selbst Windows XP, dessen Support vor mehr als zehn Jahren auslief, noch bei einem Prozent der Kleinstunternehmen. Windows Vista verwenden noch 0,2 Prozent von ihnen. Und Windows 8, das seit Anfang 2016 nicht mehr unterstützt wird und kostenlos auf das bis 2023 unterstützte Windows 8.1 hätte aktualisiert werden können, kommt weiterhin bei einem Prozent der kleinen sowie 0,4 Prozent der mittelständischen und Großunternehmen zum Einsatz.