Handelkonflikt zwischen USA und China: USA erhöhen Zölle auf China-Importe erneut

Die Lage im Handelskonflikt zwischen den USA und China ist festgefahren. Beide Seite zeigen sich unnachgiebig und angriffslustig. Die Auseinandersetzung belastet zunehmend die globale Wirtschaft.

(Foto: Roman Sigaev - AdobeStock)

Drohungen, Muskelspiele und immer neue Eskalationen: Der Handelskrieg zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu. Nachdem Chinas Regierung am Freitag neue Strafzölle auf US-Einfuhren ankündigte, holte US-Präsident Donald Trump sofort zum Gegenschlag aus: Die USA wollen sämtliche Strafzölle auf Importe aus China um jeweils fünf Prozentpunkte anheben. Außerdem will Trump US-Unternehmen dazu drängen, ihre Produktion aus China abzuziehen. Wie - das ließ er offen. Unmittelbar nach Trumps Ankündigung reagierte Peking am Samstag abermals und drohte Washington mit Konsequenzen. Die US-Seite wiederum machte am Sonntag deutlich, dass auch eine weitere Anhebung der Strafzölle denkbar sei. Die Eskalationsspirale im Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften dreht sich damit immer schneller.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China läuft seit Monaten und belastet zunehmend die globale Wirtschaft. Beide Seiten überziehen einander schrittweise mit immer neuen Strafzöllen.

Am Freitag hatte Chinas Handelsministerium mitgeteilt, Zusatzzölle von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar zu erheben. Die Zölle sollen - parallel zu US-Strafmaßnahmen - in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. China wird zunächst auf Sojabohnen und Erdölimporte einen Zusatzzoll von fünf Prozent verhängen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen Mitte Dezember folgen.

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