Microsofts Weg in die Cloud mit Partnern: »Ich verurteile niemanden, der in der alten Welt bleiben möchte«

300 Partner erzielen 90 Prozent des deutschen Microsoft-Umsatzes. Sie folgen eng den drei wichtigsten Zielen, die Microsoft auf dem Weg in die Cloudifizierung vorgibt. Wer nicht Schritt hält, steht nicht mehr im Fokus der Partnerbetreuung von Microsoft.

(Foto: Microsoft)

Knapp mehr als 30.000 Partner hat Microsoft in Deutschland. Ein Hundertstel davon, das sind die Perlen, die für mehr als 90 Prozent der Erlöse des Softwarekonzerns sorgen, nennt Gregor Bieler, Chef der One Commercial Partner-Organisation hierzulande im Gespräch mit CRN, diese Zahlen. Klar, dass ihnen die ganze Aufmerksamkeit gilt und sie direkt in der Partnerbetreuung von Bielers Team stehen. Es sind die großen Systemhäuser, aber auch kleine, eng auf die Lösungsthemen des Herstellers spezialisierten IT-Häuser, also Azure Stack, Collaboration mit Microsoft Teams, Applikationsintegration von Cloud-Anwendungen wie Office 365 und anderen Infrastrukturlösungen. Allesamt waren dieses Partner und noch 200 mehr aus Deutschland kürzlich in Las Vegas auf der Mircosoft-Messe Inspire.

Der Name dieses Events ist wörtlich zu nehmen. In dieser »schönsten Woche im Jahr«, so Bieler, wurden sie zu Beginn des neuen Microsoft-Geschäftsjahres auf drei strategische Ziele eingeschworen: Tech Intensity, Customer Centricity und Simplicity. Was bedeutet das genau?

Mit ersterem Schlagwort meint Microsoft, dass die enormen Wachstumschancen, die sich aus der Cloud-Nachfrage ergeben, nur dann ergriffen werden können, wenn sich Partner technologisch noch enger in die breite und durchaus komplexe Lösungswelt des Herstellers einarbeiten, sich also zum Beispiel auf Azure spezialisieren und mit genügend ausgebildeten Fachkräften Kunden auch bedienen können. Microsoft geht es vor allem darum, alles zu tun, damit in seinem Partnerökosystem genügend Kapazitäten für »das rasante Cloudwachstum« bereit stehen, so Bieler. Nur dann könne es gelingen, die Kundennachfrage zu bedienen und in Umsätze für Partner und Microsoft umzuwandeln. Dazu will Microsoft mit der Initiative »Workforce of der Future« die Ausbildung und Vernetzung der Partner untereinander vorantreiben. »Die Zeit von Alleingängen ist vorbei. Cloud ist Mannschaftssport«, zeigt sich Channel-Chef Bieler überzeugt, dass nur »Tech Density und ein Netzwerk des Vertrauens« Basis für Erfolge sein können.

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