Microsoft stellt Gratislizenzen für Partner ein: Partner entrüstet über Microsoft

Kostenlose Lizenzen für seine Partner stellt Microsoft ab 1. Juli 2020 ein. Partner kritisieren diese Maßnahme und wehren sich.

Per Online-Petition wollen Partner Microsoft zur Rücknahme des Stopps für Gratislizenzen an die Partner bewegen.
(Foto: AdobeStock / motortion)

Laut geänderten Internal Use Rights (IUR) wird Microsoft die Ausgabe von kostenlosen Lizenzen für seine Partner zum 1. Juli kommenden Jahres einstellen. Damit stehen viele Anwendungen im Rahmen eines Microsoft Action Pack wie Windows, Server, SQL-Server, Share Point, Office, Teams oder Dynamics den Partnern nicht mehr kostenfrei zur Verfügung. Microsoft verweist auf die kommerzielle Lizenzierung, sprich: Partner sollen die benötigten Produkte kaufen.

Normalerweise fördern gerade Softwarehersteller die Ausgabe kostenloser Lizenzen an ihre Partner, damit diese sich mit den Produkten eingehend beschäftigen und so ihre Kunden auch optimal beraten können.

Ausgelöst durch einen Twitter-Post von MVP Steve Mordue reagiert die Microsoft-Community mit großem Unverständnis auf diesen Schritt, teils auch mit Hohn und Sarkasmus. Gerade für kleinere Partner sei das ein schwerer Schlag.

»Kontraproduktiv«, schimpft ein Microsoft-Partner. Ein anderer gar will seinen Hersteller dafür mit einem Award nominieren, »für die blödeste Idee des Jahres«.
Der Frust über diese partnerunfreundliche Regelung von Microsoft sitzt so tief, dass sogar eine Petition bereits im Gange ist, um Microsoft zur Rücknahme dieser Entscheidung zu bewegen. Über 1.000 Partner haben sich dem Aufruf auf Change.org bereits angeschlossen.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Klaus Röntgen , 09:01 Uhr

Auch bei den Microsoft Action Packs konnte man schon nicht von "kostenlos" sprechen, da dieses auch kostenpflichtig ist (oder war)!