Cloud-Erfahrung im Datacenter: VMware kauft Avi Networks

Mit der Übernahme von Avi Networks stärkt VMware seine Cloud-Strategie. Nutzer sollen im kompletten Rechenzentrum ein Public-Cloud-Erlebnis bekommen.

Tom Gillis, Senior Vice President und General Manager von VMwares Business Unit Networking and Security
(Foto: VMware)

VMware übernimmt den Spezialisten für Multi-Cloud-Anwendungsdienste, Avi Networks, für eine nicht bekannte Kaufsumme. Durch die Akquisition erweitert der Virtualisierungsanbieter sein Netzwerk- und Sicherheitsportfolioum einensoftwaredefinierten Application Delivery Controller. Mit dem Schritt unterstreicht VMware seine Strategie, seinen Kunden im gesamten Rechenzentrum ein Public-Cloud-Erlebnis zu ermöglichen. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Architektur sollen VMware und Avi Networks künftig in der Lage sein, einen vollständig softwaredefinierten Netzwerk-Stack von Layer 2 bis 7 bereitzustellen, der für die Multi-Cloud-Ära entwickelt wurde. Nach Abschluss der Akquisition kann VMware sowohl integrierte Lastausgleichsfunktionen als Teil seiner Netzwerk-Virtualisierungslösung »NSX Data Center« als auch einen erweiterten, eigenständigen Application Delivery Controller anbieten. »VMware hat sich zum Ziel gesetzt, das Rechenzentrum so einfach und unkompliziert wie es in der Public Cloud möglich ist, zu betreiben. Die Integration von Avi Networks wird uns diesem Ziel einen Schritt näherbringen«, erklärt Tom Gillis, Senior Vice President und General Manager von VMwares Business Unit Networking and Security.

Die Avi-Plattform bietet einen Software-Lastausgleich, intelligente Web Application Firewall (iWAF), erweiterte Analyse und Monitoring sowie ein Universal Service Mesh. Die zentrale Steuerungsebene und die verteilte Datenebene von Avi liefern Anwendungsdienste als dynamische, multi-Cloud-fähige Struktur, die Entscheidungen intelligent automatisiert. Avi-Kunden können Services wie Load Balancing und Web Application Firewall über eine zentrale Schnittstelle an jede Anwendung verteilen.

Die Transaktion wird voraussichtlich im zweiten Quartal des VMware-Geschäftsjahres 2020, also im Sommer 2019, abgeschlossen werden. Einen wesentlichen Einfluss auf das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2020 erwartet VMware durch die Übernahme nicht.