Vorstandsvergütungsstudie 2019: Gewaltige Gehaltsschere in Deutschlands Top-Konzernen

Das Gehaltsgefälle in der ersten deutschen Börsenliga ist in manchen Unternehmen gewaltig. Aktionärsvertreter fordern Wachsamkeit von den Aufsichtsräten, damit Vorstandsgehälter nicht aus dem Ruder laufen. Allerdings sind die Dimensionen in anderen Staaten noch ganz andere.

Zalando-Chefs übertrumpfen SAP-CEO

Zu den Vorstandsvergütungen gibt es zahlreiche Studien. Wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden weichen die Ergebnisse teilweise deutlich voneinander ab.

Im internationalen Vergleich wirken die nun von der DSW veröffentlichten Summen bescheiden: In Europa sticht demnach Carlos Brito, Vorstandsvorsitzender des belgischen Getränkegiganten AB InBev, mit 31,8 Millionen Euro heraus. In den USA kommt Disney-Boss Robert Iger sogar auf knapp 55,6 Millionen Euro Gesamtvergütung. Der Großteil ist jeweils an den Aktienkurs des Unternehmens gekoppelt.

Und selbst in Deutschland wird Dax-Spitzenverdiener McDermott den Berechnungen zufolge noch übertroffen: Bei dem im MDax gelisteten Mode-Versender Zalando summierten sich die Bezüge der drei Co-Chefs Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter jeweils auf knapp 19,4 Millionen Euro. Der Löwenanteil davon sind Aktienoptionen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren gestreckt werden.