CRM-Spezialist verstärkt sich im Analytics-Bereich: Salesforce kauft Tableau für 15,7 Milliarden Dollar

Für 15,7 Milliarden Dollar übernimmt Salesforce den Datenanalysespezialisten Tableau. Damit bringe man das weltweit führende CRM mit der weltweit führenden Analytics-Plattform zusammen, so CEO Marc Benioff.

(Foto: Salesforce)

Nur wenige Tage nachdem Google den Analytics-Spezialisten Lookout für 2,6 Milliarden Dollar übernommen hat, sieht die BI- und Big-Data-Branche den nächsten Mega-Deal: Für 15,7 Milliarden Dollar kauft Salesforce die 2003 gegründete Tableau Software, die rund 86.000 Kunden weltweit bei der Auswertung und Visualisierung von Daten hilft. Das Unternehmen hatte seine Lösungen in den letzten Monaten um KI- und Machine-Learning-Funktionen erweitert und im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar erreicht, allerdings rote Zahlen geschrieben.

Mithilfe von Tableau will Salesforce seinen Kunden tiefere Einblicke in ihre Datenbestände verschaffen, sodass sie bessere Geschäftsentscheidungen treffen können. »Wir bringen das Nummer eins CRM-System der Welt mit der Nummer eins Analytics-Plattform zusammen«, sagt Marc Benioff, Chairman und Co-CEO von Salesforce. »Es ist wirklich das Beste aus beiden Welten für unsere Kunden – die Zusammenführung von zwei kritischen Plattformen, die jeder Kunden braucht, um sein Geschäft zu verstehen.«

Die Übernahme wird komplett in Aktien abgewickelt und soll bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Tableau soll dann unter dem Salesforce-Dach unabhängig und unter dem bestehenden Namen weiterarbeiten können – die Firmenzentrale bleibt in Seattle und CEO Adam Selipsky an der Unternehmensspitze.

Auch Salesforce bietet – unter dem Namen »Einstein« – bereits Analytics-Funktionen auf KI-Basis an, die mit der Tableau-Übernahme ausgebaut werden sollen. Man stärke die Analytics-Fähigkeiten von »Customer 360« und »Einstein«, heißt es bei Salesforce, und könne dadurch eine breitere Kunden- und Nutzerbasis erreichen.