Wachstumsstrategie 2020plus: QSC peilt Umsatz von 200 Millionen Euro an

Nach dem Verkauf der Plusnet will QSC durch die Konzentration auf Cloud-, SAP- und IoT-Lösungen schnell wachsen. 200 Millionen Euro bis 2022 sind das Ziel.

QSC-Zentrale in Köln
(Foto: QSC AG)

»Wir sind wieder ein Wachstumsunternehmen«, konstatiert Jürgen Hermann, Vorstandsvorsitzender von QSC, nach dem Verkauf von Plusnet. Der TK-Anbieter, in den das Telekommunikationsgeschäft ausgegliedert wurde, steuerte zwar den größten Teil zum Konzernumsatz bei. Doch durch die nun mögliche Konzentration auf wachstumsstarke Geschäftsfelder wie Cloud, SAP und IoT will QSC deutlich schneller als zuvor wachsen. Das Unternehmen positioniert sich als »Digitalisierer für den Mittelstand« und hatte eine Wachstumsstrategie 2020plus ausgerufen, die bis 2022 zu einem Jahresumsatz von 200 Millionen Euro führen soll. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 erzielte QSC ohne die Plusnet-Einnahmen einen Umsatz von 135 Millionen Euro.

Sein bestehendes Angebot an Cloud-, SAP- und IoT-Lösungen will QSC in den kommenden Jahren durch Software-Entwicklung erweitern. Derzeit entwickelte man beispielsweise bereits eine Lösung, die die Automatisierungstechnik in der Fertigung mit der Unternehmens-IT verbinden soll – das Unternehmen spricht von einer »Fritzbox für Industrie 4.0«.

Durch die Eigenentwicklungen will QSC eine höhere Wertschöpfungstiefe erreichen, kann sich aber auch vorstellen, Technologien zuzukaufen – Geld ist nach dem Plusnet-Verkauf da. Das Ziel jedenfalls ist, die EBITDA-Marge bis 2022 auf über zehn Prozent zu steigern.

Den Fokus im Lösungsgeschäft will QSC stärker auf die Branchen Handel, produzierendes Gewerbe und Energie ausrichten und zudem die strategischen Partnerschaften mit SAP und Microsoft intensivieren. »Wir haben nun alle erforderlichen Kompetenzen an Bord und können unsere Wachstumsstrategie beschleunigt umsetzen«, sagt Hermann. »Unser Ziel für 2022 steht: ein Umsatz von 200 Millionen Euro.«

Unterstützt wird der QSC-Vorstandsvorsitzende von einem neu aufgestellten Managementteam: Thies Rixen als Leiter Cloud und IT-Outsourcing, Thorsten Raquet als Leiter SAP und Innovationen, Myriam Jahn als Geschäftsführerin der IoT-Tochter Q-loud, Rüdiger Hofer als Leiter Colocation sowie Waldemar Gerlach als Leiter des strategischen Partnermanagements und Christoph Reif als Leiter Finanzen.