Umbau des Partnerprogramms: ServiceNow will 10-Milliarden-Dollar-Unternehmen werden

Anpassungen bei der Partnereinstufung sowie einige spezielle Programme zur Unterstützung von Service-Providern oder Partnern mit Behördenkunden sollen für mehr Differenzierung im Channel von ServiceNow sorgen. Das Ziel: Kunden einen größeren Mehrwert zu liefern und gemeinsam mit dem Channel zu wachsen.

ServiceNow-CEO John Donahoe bei der Eröffnung der »Knowledge19«-Konferenz
(Foto: ServiceNow)

Auf 2,6 Milliarden Dollar war der Umsatz von ServiceNow im vergangenen Jahr gewachsen, doch der Cloud- und Service-Spezialist hat deutlich höhere Ziele. »Wir sind überzeugt, dass ServiceNow ein 10-Millarden-Dollar-Unternehmen werden kann«, erklärte David Parsons, Senior Vice President of Global Alliances and Channel Ecosystem, auf der »Knowledge19«-Konferenz des Unternehmens in Las Vegas. Erreicht werden soll dies durch eine neue Partnerstrategie, die vor allem einen Umbau des Channelprogramms vorsieht, um das Partnernetzwerk neu zu segmentieren. Auf diese Weise, so der Plan, können Partner zielgerichteter unterstützt werden und sich im Endeffekt besser differenzieren und ihren Kunden einen größeren Mehrwert liefern.

Für die Einstufung werden künftig vier Kriterien herangezogen: die Zahl der zertifizierten Mitarbeiter und die Zahl der Spezialisierungen für die Produkte von ServiceNow, dazu nachgewiesene Kundenzufriedenheit sowie die Leistungsfähigkeit des Partners, die der Hersteller etwa am Branchen-Know-how und der globalen Reichweite bemisst. »Elite Partner« beispielsweise müssen mindestens für fünf Produkte spezialisiert und in mehreren Regionen aktiv sein. Insgesamt gibt es nun fünf Partnerstufen vom »Registered Partner«, der gerade neu an Bord gekommen ist, bis zum weltweit aufgestellten und umsatzstarken »Global Elite Partner«.

Differenzierter Partner-Support

Je nach Level will ServiceNow die passende Unterstützung liefern, um Partner mit unterschiedlichen Spezialisierungen und verschiedenen Go-to-Market-Strategien erfolgreich zu machen. Ein neu geschaffenes Business-Development-Team soll sich überdies um die wichtigsten globalen und regionalen Service-Provider kümmern. Für die wurde auch ein spezielles Service-Provider-Programm aufgelegt, das es ihnen unter anderem durch Referenzdesigns erleichtern soll, eigene Service-Angebote auf Basis der ServiceNow-Plattform zu entwickeln.

Auch auf das Behörden-Business hat der Hersteller ein größeres Augenmerk und will Partner, die dort aktiv sind, mit einem speziellen Programm unterstützen. Zum Start konzentriert sich dieses aber noch auf das Geschäft mit Bundesbehörden in den USA. Im Laufe der Zeit soll es aber weiter angepasst werden und sowohl die Bundesstaats- und Lokalbehörden in den USA abdecken als auch den europäischen Markt. Wie lange es bis dahin dauern wird, ist aber noch nicht bekannt.

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