Ermittler schalten illegalen Online-Marktplatz ab: Internationale Großrazzia im Darknet

Der Drogenhandel ist für Kriminelle ein lukratives Geschäft - auch online. Jetzt ist den Ermittlern ein Schlag gegen eine kriminelle Plattform im abgeschirmten Teil des Internets gelungen. Gefasst wurden die drei mutmaßlichen Betreiber in Deutschland.

(Foto: Gorodenkoff - AdobeStock)

Ermittler in den USA und Europa haben einen der größten kriminellen Online-Marktplätze für Drogen und andere illegale Waren ausgehoben. Die drei mutmaßlichen Betreiber des sogenannten »Wall Street Market« wurden in Deutschland gefasst, sie sitzen in Untersuchungshaft. Einer von ihnen stammt aus Kleve am Niederrhein.

Über die Online-Plattform wurden neben Rauschgift unter anderem auch ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt sagten. Es sei der weltweit zweitgrößte illegale Online-Marktplatz im Darknet gewesen, einem abgeschirmten Teil des Internets.

Die Männer sollen als Betreiber der Plattform an den Verkäufen illegaler Artikel Provisionen verdient haben. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 31-Jährigen aus Bad Vilbel (Hessen), einen 22-Jährigen aus Kleve und einen 29-Jährigen aus dem Landkreis Esslingen (Baden-Württemberg).

Seit März hatten Ermittler die drei Deutschen im Visier, wie sie am Freitag berichteten: Nachdem die Verdächtigen den Online-Marktplatz in den Wartungsmodus geschaltet und die hinterlegten Geldbeträge an sich selbst transferiert hatten, schlugen die Behörden zu. In den USA identifizierte die Staatsanwaltschaft Los Angeles nach eigenen Angaben zwei der umsatzstärksten Anbieter von Drogen auf dem »Wall Street Market« und nahm diese fest. Sie sollen mit extrem gefährlichen Drogen gehandelt haben, wie ein US-Vertreter sagte. Bei Durchsuchungen der Tatverdächtigen in den USA wurden illegale Waffen und Bargeld in Millionenhöhe gefunden.

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