Hyperscaler Google stärkt Vertrieb in DACH: Zwei Schwergewichte werden Google Cloud-Partner

Multicloud heißt auch, dass man sich nicht exklusiv an einen Hyperscaler bindet. Google kann das nur recht sein. In DACH begrüßt Googles Channel-Chef Bernd Stopper zwei bedeutende neue Partner.

Googles Channel-Chef Bernd Stopper (Mitte) stößt mit Martin Modl, Softwareone Deutschland, und Sylvia List, Dimension Data, auf gute Partnerschaft an.
(Foto: Bernd Stopper (Linkedin))

Mit Dimension Data und Softwareone steigen ein großer Systemintegrator und ein nicht minder bedeutender Softwareanbieter bei Google Cloud ein. Auf seiner Experience Tour 2019 konnte Googles Channel-Chef Bernd Stopper am Donnerstag beim Auftaktevent in München beide Vertreter der neuen »strategischen« Partner offiziell begrüßen. Diese Roadshow sei ein »großes Investment und Momentum sowie ein wichtiger Meilenstein zur Steigerung der regionalen Bekanntheit der Google Cloud«, so Stopper in einem Post bei Linkedin. »Let’s get the truck on the road!«, freut sich der Manager auf Verstärkung für seine Vertriebsregion.

Das Vertrauen des Mittelstandes in die Cloud habe sich verstärkt, registriert Sylvia List, Director Digital Infrastructure bei Dimension Data. IT-Infrastruktur und Dienste als flexible, skalierbare und nach Verbrauch abrechenbare Services ohne kapitalbindende Investitionen zu beziehen, sei eines der Gründe, die Anwenderkunden zunehmend erkennen würden. In einem für sie optimalen Cloud-Mix kann Dimension Data neben Microsoft Azure und AWS nun auch die Dienste aus der Google Cloud Platform (GCP) bei der Beratung und Realisierung in Betracht ziehen.

Auf eine solche Multivendor-Strategie setzt auch Softwareone. Auch dieser Softwarespezialist ist, traditionellen, sehr eng mit Microsoft verbandelt, gehört aber auch dem AWS-Partnerökosystem an.

Dass Hyperscaler auf eine solche Wettbewerbssituation treffen und um die gleichen Partner kämpfen, ist nicht ungewöhnlich. Das kennt man auch aus dem IT-Handel, denn große Systemhäuser sind herstellerunabhängig und führen in der Regel Produkte konkurrierender Hersteller im Portfolio. Nichts anderes gilt für sie auch bei der Auswahl von Hyperscalern. Außerdem belebt Wettbewerb bekanntlich das Geschäft, je mehr, desto besser für die Stellung eines Partners bei einem Cloud-Anbieter.

Dass Google Cloud vor allem im Gegensatz zu AWS und Microsoft Azure sehr spät mit dem Ausbau des Partnerökosystems hierzulande startet, sieht Stopper nicht als Problem an. Denn erst jetzt beginnen Unternehmen die Vorteile der Hyperscaler zu erkennen. Der noch junge Cloudmarkt wächst schnell und biete viel Platz für Hyperscaler. Von einem Verdrängungswettbewerb ist die Branche hier noch weit entfernt, was auch Stoppers Pendant bei AWS, Channel-Chef Peter Prahl, so sieht.