Digitalverbände fordern bessere Förderung: Maßnahmenpaket für Software-Branche

Mit Maßnahmen wie einer Stärkung der digitalen Kompetenzen an Schulen und flächendeckendem Breitbandausbau wollen die Digitalverbände den Fachkräftemangel lindern und die Zukunftsfähigkeit der sächsischen IT-Hersteller stärken.

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Sachsens Digitalverbände haben eine Reihe von Maßnahmen gefordert, um die Software-Branche voranzubringen und fit für die Zukunft zu machen. Das am Donnerstag veröffentlichte Positionspapier sieht unter anderem eine flächendeckende Ausstattung von Schulen mit digitalen Medien und Breitband-Anbindung sowie eine Reform der Lehrerausbildung vor. »Das Thema digitale Kompetenz muss in allen Phasen des Lehramtsstudiums etabliert werden«, sagte der Vorsitzende des Branchenverbandes Silicon Saxony, Frank Schönfeld.

Zu den Unterstützern gehören auch das Cluster IT sowie das IT-Bündnis Chemnitz mit der Unterstützung des Branchenverbandes Bitkom. »Sachsen kann eine wichtige Rolle bei der digitalen Transformation spielen«, so Dirk Röhrborn von Bitkom. Dafür müssten allerdings die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Dafür verwiesen die Verbände auf die wachsende Bedeutung der Branche: Gab es 2007 noch rund 11.700 Beschäftigte in sächsischen Softwareunternehmen, stieg deren Zahl im Vorjahr auf rund 26.500 an. Bis zum Jahr 2030 sollen es rund 50.000 sein. Die Branche sei damit »Wachstumsmotor Nummer 1«.

Um den hohen Bedarf an Fachkräften zu decken, forderte die Branche neue Informatik-Professuren, eine Verdoppelung der Studienplätze und mehr Ausbildungsplätze in Sachsen. Die Maßnahmen sollen nun der Staatsregierung vorgestellt werden.