Digitalisierungsgeschäft enttäuscht: Gewinn der Software AG stagniert

Trotz überraschend guter Geschäfte mit Datenbanksystemen und Großrechnern konnte die Software AG im ersten Quartal nicht zulegen. Insbesondere der Bereich Integrationssoftware blieb hinter den Erwartungen zurück.

(Foto: Software AG)

Der Gewinn der Software AG hat im ersten Quartal stagniert. Zwar verzeichnete der Konzern überraschend gute Geschäfte mit Datenbanksystemen und Großrechnern, dagegen entwickelten sich die Bereiche rund um die Digitalisierung nicht so gut wie erhofft.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 8 Prozent auf 201,4 Millionen Euro, wie der Darmstädter Konzern am Donnerstagabend überraschend mitteilte. Eigentlich hatte die Software AG ihre Zahlen am kommenden Donnerstag (18. April) vorlegen wollen. Das operative Ergebnis (Ebit) lag mit 42,2 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau, ebenso wie der Gewinn unterm Strich von 29,7 Millionen Euro.

Dabei zeigte sich das Geschäft mit Datenbankensystemen und Großrechnern überraschend robust. Im ersten Jahresviertel legte der Umsatz hier um 22 Prozent auf 54,7 Millionen Euro zu. Enttäuschend entwickelte sich dagegen das Geschäft mit der Digitalisierung. So wuchs der Umsatz mit Software für die Integration für digitale Prozesse lediglich um 1 Prozent auf 90,5 Millionen Euro.

Der seit vergangenem Sommer amtierende Chef Sanjay Brahmawar hat der Software AG einen neuen Kurs verordnet. Durch einen Umbau von Strukturen und eine stärkere Verlagerung auf Mietsoftware will der Manager den Konzern wieder auf die Wachstumsschiene führen. Mittelfristig soll das Unternehmen bis 2023 im Digitalgeschäft um jährlich im Schnitt mehr als 10 Prozent wachsen. Die Pläne kosten aber zunächst Geld.