EU-Kommission feiert Erfolg: Facebook-AGBs werden leichter verständlich

Mit neuen Nutzungsbedingungen will Facebook künftig unter anderem klarer kommunizieren, wofür die gesammelten Daten genutzt und wie sie weitervermarktet werden.

Die EU-Kommission hat die Änderungen der Nutzungsbedingungen bei Facebook begrüßt. Für die Nutzer sei nun einfacher verständlich, dass das soziale Netzwerk ihre Daten nutzt, um gezielt Anzeigen zu verkaufen, sagte Verbraucherkommissarin Vera Jourová am Dienstag in Brüssel. Ein Unternehmen, das Vertrauen zurückgewinnen wolle, solle sich nicht hinter komplizierter Sprache verstecken.

Nach Angaben der EU-Kommission gibt der Online-Riese nun in verständlicher Sprache an, welche Dienste er auf Grundlage der Daten seiner Nutzer an Dritte verkauft und wie Verbraucher ihre Konten löschen oder deaktivieren können. Zudem sollen von Nutzern gelöschte Inhalte künftig nur noch in Ausnahmefällen von Facebook gespeichert werden. Die Änderungen, auf die die EU-Kommission gemeinsam mit europäischen Verbraucherschützern gedrungen hatte, sollen bis spätestens Ende Juni komplett umgesetzt werden.

Facebook mit mehr als 2,2 Milliarden aktiven Mitgliedern war im vergangenen Jahr vor allem wegen seiner Rolle im US-Wahlkampf 2016 und wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica massiv in die Kritik geraten.