686 Millionen Euro: Investitionen in Finanz-Start-ups mehr als verdoppelt

Banking per Smartphone, Autoversicherungen je gefahrenen Kilometern, Zinsvergleiche für Tagesgeld: Deutsche Gründer setzen auf neue Geschäftsideen im Internet. Internationale Geldgeber bringen ihnen viel Vertrauen entgegen.

Versicherungen als Startup

Hohe Summen flossen zudem an den Autoversicherer Friday, der Policen je nach gefahrenen Kilometern bepreist (114 Millionen Euro) sowie das Versicherungs-Start-up Wefox (110 Mio), das unter anderem den Abschluss von Hausrats- und Haftpflichtversicherungen per App in minutenschnelle anbietet. Ferner steckte eine Investorengruppe rund um den US-Zahldienst Paypal 100 Millionen Euro in die Berlin Firma Raisin, die Anlegern über das Portal »Weltsparen« Tages- und Festgelder bei Banken im Ausland vermittelt. Sie versprechen etwas höhere Zinsen als inländische Institute.

Der globale Trend zu immer größeren Geldspritzen schlage sich auch in Deutschland nieder, sagte Barkow. »Deutsche Finanz-Start-ups haben aufgeholt und kommen an große Summen.« Jedoch lasse sich der starke Jahresauftakt nicht für das Gesamtjahr fortschreiben. Zudem sei in der Finanzierung von Start-ups auffällig, dass zwar deutsche Konzerne bei den Deals mitmischten, aber keine Wagniskapitalfonds: Dort dominierten Amerikaner. »Deutsche Adressen waren hier nicht dabei.«

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